Es brodelt im Transfergeschäft von Borussia Dortmund. Während der Poker um Konstantinos Karetsas weiterhin stockt, hat der BVB nun ernst gemacht und ein offizielles Angebot für Kölns Top-Talent Said El Mala abgegeben. Die Verhandlungen sind in einer entscheidenden Phase – doch der erste Vorstoß aus Dortmund wurde von den Geißböcken kategorisch abgelehnt.
Was genau plant Sportdirektor Ole Burg? Und welche Rolle spielt dabei der gescheiterte Karetsas-Deal?
Die Nachricht traf am späten Dienstagabend ein: Borussia Dortmund hat ein Angebot für den 20-jährigen Offensivspieler Said El Mala beim 1. FC Köln eingereicht. Die Offerte sieht eine fixe Ablösesumme von 26 Millionen Euro vor, dazu kommen variable Bonuszahlungen von bis zu 16 Millionen Euro, wovon jedoch nur 8 Millionen als realistisch erreichbar gelten.
Das effektive Gesamtpaket liegt damit bei rund 34 Millionen Euro – weit entfernt von den kolportierten 50 Millionen Euro, die Köln als Mindestforderung aufgestellt hat.
Die Verantwortlichen des 1. FC Köln zeigten sich laut übereinstimmenden Medienberichten irritiert über die Höhe des Angebots. Aus dem Verein heißt es, man sei nicht bereit, einen der wertvollsten Spieler des Kaders unter dem eigenen Preisschild abzugeben.
Der Langzeitvertrag von El Mala läuft noch bis 2027, sodass Köln in einer starken Verhandlungsposition sitzt. Dennoch zeigte der Spieler selbst bereits mehrfach Interesse an einem Wechsel zum BVB, unterstützt von seiner Familie, insbesondere seiner Mutter.
Parallel zu den El Mala-Verhandlungen läuft auch der Poker um den griechischen U21-Nationalspieler Konstantinos Karetsas. Hier liegen die Fronten weiterhin verhärtet. Einem Bericht von Patrick Berger zufolge hat Dortmund zuletzt ein Angebot von rund 30 Millionen Euro plus 5 Millionen an Bonis sowie 20 Prozent Weiterverkaufsbeteiligung vorgelegt.
Der belgische Klub Gang (vermutlich KRC Genk) beharrt jedoch auf 35 Millionen Euro fix und insgesamt 40 Millionen Euro im Gesamtpaket. Eine Einigung zeichnet sich nicht ab.

Die Frist bis zur Abreise der Japan-Tour am Wochenende scheint kaum haltbar. Insider gehen davon aus, dass der Deal bis dahin nicht über die Bühne geht – ein herber Rückschlag für die Dortmunder Planungen, die auf eine schnelle Verstärkung der Offensive gehofft hatten. Dennoch halten die Gespräche an, und es ist nicht ausgeschlossen, dass beide Transfers unabhängig voneinander noch über die Bühne gehen – sofern die finanziellen Mittel reichen.
Die entscheidende Frage lautet: Wie kann Borussia Dortmund beide Spieler verpflichten? Die geschätzten Gesamtkosten lägen bei mindestens 70 bis 80 Millionen Euro. Nach aktuellen Berechnungen scheint das Budget des BVB jedoch deutlich höher zu sein als in den Medien zuletzt angenommen.
Die parallelen Angebote für Karetsas und El Mala deuten auf eine unerwartete finanzielle Beweglichkeit hin. Offenbar will der Verein im Sommer wieder mutiger auftreten, wie es zu Saisonbeginn angekündigt wurde.
Experten spekulieren, dass Dortmund auf kreative Finanzierungsmodelle setzt. Hohe Weiterverkaufsbeteiligungen könnten den Kölnern schmackhaft gemacht werden. Ein mögliches Konstrukt: 20 Millionen Euro fix plus eine satte Beteiligung von 40 oder 50 Prozent an einem künftigen Verkaufserlös.
Das wäre für den BVB ein überschaubares Risiko, da man bei Eigengewächsen oder jungen Talenten traditionell hohe Gewinne erzielt hat. Für Köln hingegen birgt dieses Modell das Risiko, dass El Mala sich nicht wie erhofft weiterentwickelt.
Said El Mala selbst gibt sich professionell. Trotz der Wechselgedanken zeigt er im Training volle Einsatzbereitschaft, ein Verhalten, das in der Branche hoch gelobt wird. Seine Beraterin, die auch seine Mutter ist, treibt den Wechsel aktiv voran.
Der Spieler möchte fest in Deutschland bleiben – ein entscheidender Vorteil für den BVB, der gegen die finanzielle Konkurrenz aus England bestehen muss. Zwar bot auch der FC Brentford bereits 45 Millionen plus 5 Millionen Boni, doch El Mala lehnte ab.
Sollte Dortmund scheitern, kommen offenbar andere Optionen ins Spiel. Der Name Jadon Sancho wird erneut gehandelt, falls El Mala nicht realisierbar ist. Sancho wäre preislich vielleicht günstiger und passt ins Profil eines zweiten Offensivspielers.
Noch ist aber klar, dass El Mala die absolute Wunschlösung ist. Die Verhandlungen werden in den kommenden Tagen entscheidend sein.
Die BVB-Fans sind in Aufruhr. Auf Social Media tobt eine emotionale Debatte. Viele sehen das Niedrigangebot für El Mala als Taktik, um Köln in Zugzwang zu bringen.
Andere kritisieren die Zurückhaltung nach außen. Klar ist: Ole Burg steht unter Druck, endlich die lang ersehnten Transfers unter Dach und Fach zu bringen. Die kommenden 14 Tage werden zeigen, ob Dortmund wirklich bereit ist, ein finanzielles Ausrufezeichen zu setzen – oder ob die Euphorie verpufft.
Im Hintergrund laufen die Kaderplanungen auf Hochtouren. Neben Karetsas und El Mala hat der BVB auch andere Positionen im Blick. Die Einnahmen aus möglichen Abgängen wie Donyell Malen oder Julian Brandt könnten zusätzlichen Spielraum schaffen.
Sollten beide Transfers gelingen, würde das nicht nur die Konkurrenz in der Bundesliga aufschrecken, sondern auch die Fans in einen wahren Taumel versetzen. Manche sprechen bereits von einem „geisteskranken“ Signal an die Liga.
Die nächsten Tage werden zeigen, ob Ole Burg mehr als nur kleine Brötchen backen kann. Ein zweites Angebot für El Mala wird erwartet – möglicherweise mit einer deutlich erhöhten Fixsumme und realistischen Boni. Auch bei Karetsas könnte eine Nachbesserung kommen.
Bleibt abzuwarten, ob der BVB bereit ist, die geforderten 35 Millionen plus Boni zu zahlen. Sollte beides klappen, wäre dies ein historischer Transfer-Sommer für den Klub.
In den sozialen Medien kursieren bereits Memes über einen möglichen „Schrein“ für Ole Burg, falls er die Doppel-Verpflichtung stemmt. Die Erwartungen sind enorm. Eines ist sicher: Der BVB ist dabei, ein Statement zu setzen.
Die kommenden 48 Stunden könnten die Richtung für die gesamte Saison vorgeben. Wir bleiben dran und berichten, sobald es neue Entwicklungen gibt. Halten Sie sich bereit – das Transferkarussell dreht sich schneller denn je.



