Dortmund schaltet im Poker um Said El Mala einen Gang höher: Nach Informationen von Patrick Berger bereitet der BVB ein drittes Angebot für den Offensivspieler des 1. FC Köln vor, das noch in dieser Woche beim Geißbock-Klub eingehen soll. Das Paket sieht offenbar rund 40 Millionen Euro Fixsumme vor, zusätzlich sollen erfolgsabhängige Bonuszahlungen die Gesamtsumme weiter nach oben treiben.
Damit würde Borussia Dortmund die eigene Transferrekordmarke pulverisieren – der BVB hat noch nie eine zweistellige Millionenablöse in dieser Größenordnung für einen einzelnen Spieler gezahlt.
Die Nachricht schlägt am Donnerstagmorgen ein wie eine Bombe: Die Dortmunder Verantwortlichen, die den Deal nach zuletzt schleppenden Verhandlungen beinahe abgeschrieben hatten, forcieren die Personalie nun mit voller Wucht. Genau jene 40 Millionen Euro Fixum, über die sowohl Patrick Berger als auch die Bild übereinstimmend berichten, sind der klarste Beleg dafür, dass der BVB den 22-jährigen Flügelstürmer unbedingt verpflichten will. Auch die vereinsnahen Ruhr Nachrichten hatten zuletzt von neuem Optimismus in Dortmund berichtet, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen.
Nun liegen die Eckdaten auf dem Tisch.
Das jüngste Dortmunder Angebot lag bei 34 Millionen Euro plus zehn Millionen Euro Bonuszahlungen und war von Köln abgelehnt worden. Die neue Offerte mit 40 Millionen Fixsumme rückt den BVB damit deutlich näher an die Kölner Vorstellungen heran, die bei mindestens 50 Millionen Euro liegen. Entscheidend dürfte nun die Bonusstruktur sein: Der FC Köln verlangt offenbar eine hohe Grundablöse, während Dortmund versucht, über erfolgsabhängige Komponenten und mögliche Weiterverkaufsbeteiligungen die Differenz zu überbrücken.
Bei Konstantinos Karetsas hatte der BVB kürzlich genau dieses Modell angewendet.
Der Vergleich mit dem gescheiterten England-Deal macht die Dimension deutlich: Brentford hatte für El Mala eine Offerte über 45 Millionen Euro Fixsumme plus fünf Millionen Boni und einer 15-prozentigen Weiterverkaufsbeteiligung abgegeben, die Köln akzeptierte. Der Spieler selbst entschied sich jedoch gegen den Premier-League-Klub und für einen Verbleib in Köln – sehr zum Unmut der Kölner Bosse. Dortmunds neue Fixsumme von 40 Millionen liegt nun nur noch fünf Millionen unter dem Brentford-Paket, das Köln einst für ausreichend befunden hatte.
Die entscheidende Frage ist nun: Wird der 1. FC Köln flexibler, wenn die Grundablöse erst einmal bei 40 Millionen angekommen ist? Medienberichten zufolge steigt die Hoffnung in Dortmund, dass die Kölner bei der Struktur der Prämienzahlungen Zugeständnisse machen könnten.
Für den FC wäre ein Verkauf von El Mala in dieser Größenordnung ein Rekordtransfer für den Verein – die Einnahmen könnten dringend benötigt in den Kampf um den Klassenerhalt reinvestiert werden, wo Köln nach einem schwierigen Saisonstart massiv unter Druck steht.
El Mala selbst hat intern längst klargestellt, dass er den nächsten Schritt zu Borussia Dortmund gehen möchte. Sein Verhalten im täglichen Training des FC ist dabei nach übereinstimmenden Medienberichten über jeden Zweifel erhaben: Der Flügelstürmer präsentiert sich voll fokussiert und professionell, setzt keine Eskalationsspirale in Gang, um den Wechsel zu erzwingen. Genau diese Haltung ist es, die Dortmunds Sportliche Leitung um Lars Ricken und Trainer Nico Kovac an dem Spieler so schätzt.
Kovac gilt seit Langem als ausgesprochener Fan von El Malas Spielweise: schnell, robust, direkt, unberechenbar im Eins-gegen-eins. Besonders im kollektiven Dortmunder Gedächtnis geblieben ist dessen Kontertor in der vergangenen Saison beim 1:5 in München, als der damalige Köln-Profi sogar Nationalspieler Alphonso Davies im Sprint hängen ließ. Solche Szenen haben die BVB-Verantwortlichen nachhaltig beeindruckt und erklären, warum Dortmund bereit ist, die eigenen finanziellen Grenzen derart deutlich zu erweitern.
Auch die Alternativkandidaten sprechen für ein Festhalten an El Mala: Über Ibrahim Mbeza von Paris Saint-Germain soll der BVB zwar Erkundigungen eingezogen haben, doch der französische Hauptstadtklub pocht auf eine feste Ablöse von 45 Millionen Euro – mit Boni könnte das Paket sogar die 60-Millionen-Marke überschreiten. Damit wäre der vermeintliche Ersatzplan deutlich teurer als der eigentliche Wunschspieler, ohne dass Mbeza die gleiche Einstiegswahrscheinlichkeit in die Bundesliga mitbringen würde. Andere offensive Optionen wie Janis Konstantelias vom VfB Stuttgart gelten zudem als nicht konkret weit entwickelt.
Der BVB beweist mit dieser Offensive eindrucksvoll, dass es die Verantwortlichen ernst meinen, wenn sie von absoluten Wunschspielern sprechen. Lars Ricken hatte nach dem öffentlichen Training noch sinngemäß betont, dass man sich sehr genau überlege, welche Namen zu der von ihm beschriebenen Spielidee passen – und dass die Bosse bereit seien, für genau diese Spieler über die eigenen Grenzen hinauszugehen. Mit dem nun geplanten Rekordangebot setzt Ricken Worten Taten folgen.
40 Millionen Euro Fixsumme sind mehr, als der BVB in seiner gesamten Geschichte jemals für einen einzelnen Spieler ausgegeben hat.
Doch die Hürden sind nicht zu unterschätzen: Der 1. FC Köln hat sich in den bisherigen Verhandlungen kompromisslos gezeigt und wird um sein Gesicht wahren müssen. Nachdem Brentford bereits die 50-Millionen-Marke geknackt hatte, kann Köln kaum deutlich darunter verkaufen, ohne sich gegenüber den eigenen Fans zu beschädigen.
Gleichzeitig wäre ein Festhalten am Spieler ein riskantes Signal: Sportlich wertvoll ist El Mala zweifellos, doch die Gefahr, einen unzufriedenen Topverdiener im Abstiegskampf zu behalten, ist ebenso real wie die Chance, mit der Rekordablöse den Kader breiter aufzustellen.
Für Dortmund hingegen geht es um mehr als nur um einen einzelnen Transfer: Mit El Mala soll der offensive Neustart unter Kovac gelingen, der bislang nur bedingt an Fahrt aufgenommen hat. Der 22-Jährige passt exakt in das Profil, das sich die Dortmunder Sportführung wünscht: jung, hungrig, physisch stark und mit genau der Mentalität ausgestattet, die man an der Strobelallee schätzt. Es wäre die dritte Offensivverpflichtung der laufenden Transferperiode neben Karetsas und einem weiteren Angreifer – und mit Abstand die teuerste.
Aus Kölner Sicht ist die Rechnung einfach: 40 Millionen Fixgehalt plus Boni und womöglich einer Weiterverkaufsbeteiligung könnten die Gesamtablöse einem künftigen Verkauf auf über 50 Millionen heben. Dieses Geld könnte entscheidend dafür sein, den Kader im Abstiegskampf punktuell zu verstärken – durch gestandene Bundesliga-Spieler, die sofort helfen. Zudem hätte man in Köln noch rund eine Woche Zeit, einen adäquaten Ersatz zu verpflichten.
Die schnelle Klärung der Personalie wäre damit im beiderseitigen Interesse, je schneller desto besser für alle Beteiligten.
Beobachter gehen davon aus, dass das neue Angebot des BVB bei über 45 Millionen Gesamtvolumen liegen dürfte, inklusive Bonuszahlungen und möglicher Weiterverkaufsbeteiligung. Der Abschluss eines Deals würde bedeuten, dass Dortmund nicht nur den eigenen Transferrekord bricht, sondern gleichzeitig ein klares Statement im deutschen Fußball abgibt: Der BVB ist zurück auf dem Markt der absoluten Top-Ablösen. Die kommenden Stunden und Tage werden zeigen, ob der 1.
FC Köln auf das Ultimatum eingeht oder weiter auf die 50-Millionen-Marke pocht.
Für El Mala persönlich wäre der Wechsel die Erfüllung eines erklärten Ziels: Der gebürtige Kölner hat wiederholt durchblicken lassen, dass er sich einen Karriereschritt innerhalb der Bundesliga vorstellen kann und Dortmund dabei als idealen nächsten Schritt betrachtet. Seine professionelle Haltung während der Verhandlungen hat ihm in beiden Lagern Respekt eingebracht – und im Zweifel den Ausschlag dafür gegeben, dass der BVB an ihm festhält. Die Fans in Dortmund dürfen sich auf einen Spieler freuen, der das Trikot nicht als Mittel zum Zweck sehen wird, sondern als ehrgeiziges Ziel.
Die Verhandlungen zwischen beiden Klubs laufen unterdessen auf Hochtouren: Zuletzt gab es wieder direkten Austausch zwischen den Verantwortlichen, wenngleich man in den entscheidenden Punkten noch auseinanderlag. Mit dem neuen Angebot hat Dortmund die Basis für eine Einigung geschaffen – nun liegt der Ball im Feld der Kölner Bosse, die zwischen sportlichem Risiko und wirtschaftlicher Vernunft abwägen müssen. Sollte der FC das Angebot ablehnen, droht eine Zerreißprobe bis zum Transferschluss, die niemandem nützt.
In Dortmund herrscht derweil vorsichtiger Optimismus. Die sportliche Führung hat sich festgelegt, dass El Mala der Mann für die Offensive sein soll – ein klares Bekenntnis zu einem Spieler, der das Potenzial hat, in der Bundesliga den nächsten Entwicklungsschritt zu nehmen. Die Verantwortlichen wissen, dass sie für diesen Transfer finanziell bis an die Schmerzgrenze gehen werden, doch genau diese Bereitschaft signalisiert Ernsthaftigkeit.
Am Ende könnte aus dem Rekordangebot tatsächlich ein Rekordtransfer werden – der den BVB dauerhaft verändern würde.



