Der Seekiller vom Neusiedlersee: Ein Verbrechen erschüttert Österreich

Im April 2018 wird das Burgenland Schauplatz eines der grausamsten Kriminalfälle der österreichischen Geschichte. Ein Fischer entdeckt im Neusiedlersee menschliche Leichenteile. Für die Ermittler beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Schnell ist klar: Hier handelt es sich um einen brutalen Mord.
Chefinspektor Harald Brenner und Kriminalbeamter Roman Schmidt stehen vor einem schockierenden Tatort. Taucher der Cobra durchsuchen stundenlang das trübe Wasser des Sees und finden nach und nach weitere Körperteile. Arme, Beine und schließlich sogar der Kopf des Opfers werden geborgen. Die Leiche wurde zerstückelt – ein Verbrechen von außergewöhnlicher Grausamkeit.
Zunächst tappen die Ermittler völlig im Dunkeln. Es gibt keine Vermisstenanzeige und keine Hinweise auf die Identität des Opfers. Erst eine DNA-Spur bringt den Durchbruch. Die Tote ist die 30-jährige Ungarin Shushana S., eine obdachlose Frau, die in Wien lebte. Sie war Mutter eines elfjährigen Sohnes und hatte gehofft, in Österreich ein besseres Leben zu finden. Doch nach gescheiterten Beziehungen, Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit geriet sie immer tiefer in soziale Not.

Die Ermittlungen führen schließlich zu Alfred U., einem 67-jährigen Wiener mit langer krimineller Vergangenheit. Der Mann hatte fast sein halbes Leben im Gefängnis verbracht und besaß eine Seehütte in Rust am Neusiedlersee. Bei einer Hausdurchsuchung entdecken Ermittler Blutspuren, Gewebeteile und sogar eine Stichsäge, die vermutlich zum Zerstückeln der Leiche verwendet wurde.
Besonders erschütternd ist die Kaltschnäuzigkeit des Verdächtigen. Während der Verhöre bleibt Alfred U. ruhig und emotionslos. Er versucht sogar, die Tat einer erfundenen slowakischen Exfreundin anzulasten. Doch die forensischen Beweise sprechen eindeutig gegen ihn.
Der Fall „Seekiller“ sorgt österreichweit für Entsetzen und zeigt auf brutale Weise die Schattenseiten von Gewalt, Einsamkeit und sozialem Abstieg. Bis heute gilt der Mord an Shushana S. als eines der schockierendsten Verbrechen der jüngeren österreichischen Kriminalgeschichte.



