Ich saß gerade mit einem Freund im Fast-Food-Restaurant, die Teller fast leer, draußen nieselte es, als er plötzlich sagte: „Amerika ist wie ein Drittweltland mit einem Gucci-Gürtel.” Wir lachten…

Ich saß gerade mit einem Freund im Fast-Food-Restaurant, die Teller fast leer, draußen nieselte es, als er plötzlich sagte: „Amerika ist wie ein Drittweltland mit einem Gucci-Gürtel." Wir lachten...

Zwei Männer sitzen an einem Tischeckenplatz in einem Fast-Food-Restaurant, die Teller fast leer. Draußen regnet es leicht, und die Pommes sind weich geworden. „Poutine ist immer matschig“, sagt der eine. „Na ja, nicht immer“, antwortet der andere und stochert mit der Gabel darin herum.

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Er isst seine Pommes grundsätzlich mit der Gabel, wenn er in einem Restaurant sitzt. Bei McDonald’s oder so nimmt er die Finger. Das sei eben der Unterschied zwischen Amerika und Kanada, meint er. In Japan sei er gewesen, die Amerikaner hätten ihn dort.

Der andere nickt nur. Es ist eine lockere Runde, eine Geburtstagsfeier im kleinen Kreis, verbunden mit einem Stream. Die beiden quatschen über alles Mögliche, und irgendwann kommt das Gespräch auf Amerika. „Die Dinge dort werden langsam schlechter“, sagt der eine.

Jemand habe gesagt, Amerika sei wie ein Drittweltland mit einem Gucci-Gürtel. Er wisse nicht mehr, wer das gesagt habe, aber es stimme irgendwie. Amerika gehe den Weg von China, mit all den Fake-Produkten, den falschen Eiern und dem ganzen Zeug. China habe sich in den letzten zehn Jahren aber stark verbessert, so sehr, dass Amerika und Kanada im Vergleich langsam veraltet wirkten.

Auf dem Tisch stehen Reste von Burgern, Coleslaw und süßkartoffeligen Pommes. Eine Cola dazu. Das Ganze ist ein „White Spot“, sagt einer, und er habe den Eindruck, das sei ein bisschen wie Red Robin, ein Sitzrestaurant eben. Der andere bestellt sich noch Poutine.

Sie reden über Essensvorlieben, über Menschen, die ihre Pommes mit der Gabel essen, und dann schweift das Gespräch ab zu Drohnen. DJI-Drohnen seien in Amerika nicht mehr erlaubt, erzählt der eine. Wenn man in Kanada eine kaufe und als Amerikaner über die Grenze fahre, könne man sie verlieren, die würden konfisziert. Nur die neuen Modelle, die alten seien noch okay.

Der andere wundert sich, er habe das gar nicht gewusst. Eine Frau kommt vorbei, begrüßt den einen mit einem freundlichen „Hallo, Subaru“. Sie hätten heute noch nicht gestreamt, sagt jemand, aber der Tag sei gut gewesen. Dann geht es ans Essen.

Der eine erzählt, er habe sich für sieben Dollar ein Zwei-Gerichte-Menü bei Panda Express geholt. Das sei ein Schnäppchen, sagt der andere, in Kanada bekomme man dafür gar nichts mehr. Selbst zehn kanadische Dollar seien heutzutage ein Witz. Er selbst habe nur Reis mit Fleisch und Hühnchen gegessen und das Abendessen ausgelassen, weil er von der Geburtstagsparty in New York spät nach Hause gekommen sei.

Die Kinder hätten dort vermutlich Snacks bekommen, also seien sie versorgt. Einer fragt, was ein Dollar in Kanada überhaupt noch kaufe. Vielleicht eine Schokolade, aber selbst das sei nicht sicher, eine Dose Cola koste mehr. Dollarama sei da, aber die meisten Sachen dort kosteten längst mehr als einen Dollar.

Das Gespräch plätschert dahin, über „Walk Wednesday“, über die LA Dodgers, die gewonnen hätten, über das Essen. Der eine hat sich Poutine bestellt, und er findet sie „nicht schlecht“. Nicht die beste, aber auch nicht übel. Vielleicht sei die von Costco besser, mit den geriffelten Pommes und den richtig quietschigen Käsebruchstücken.

Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Dazu ein Dessertdrink, der sei auch gut. Das Eis kommt, und es schmeckt gar nicht mal so schlecht. Einer mag die Höhe, das Eis wirkt wie ein kleiner Türmchen.

Auf dem Tisch steht ein kleines Auto aus Plastik, eine Art Tischdekoration, wie man sie in Amerika nicht kennt. „Wie auf einem Piratenschiff“, sagt einer lachend. Es gibt sogar eine Piratenmütze aus Papier. Einer erzählt, er habe als Kind immer Gutscheine für Piraten-Bag-Packs bekommen, bei solchen Tagen, wo Autos ausgesperrt wurden und Veranstaltungen stattfanden.

Er habe die Gutscheine gehabt, aber seine Eltern hätten nie davon gewusst, also sei er nie hingegangen. Er habe nie gewonnen, nie, sagt er mit einem Achselzucken. Dann reden sie über Pilze. Der eine, der früher ein sehr wählerischer Esser war, habe Pilze aus der Pizza gefischt, wenn sie auf Familienfeiern bestellt wurde.

Er habe sich aber ein bisschen trainiert, kleine Stücke inzwischen zu essen. Aber ein ganzer Pilz-Burger? Nein, das sei zu viel Pilz. Chinesische Pilze, Shiitake-Pilze, seien auch nicht sein Ding, die seien einfach zu groß und schmeckten gummiartig.

Der andere nickt, er mag Auberginen auch nicht, obwohl seine Eltern sie lieben und sie oft machen. Dann sagt er: „Ich esse sie einfach nicht. “ Ein Kollege von ihm sei allergisch gegen Auberginen, erzählt er, und habe einmal bei einem Arbeitsessen eine Kreuzkontamination erwischt und einen Ausschlag bekommen. Er habe Medikamente nehmen müssen, und bei zu viel Aubergine lande er womöglich im Krankenhaus mit Atemnot.

„Tomaten sind auch oft matschig“, sagt der eine. Die Ränder seien okay, aber die Mitte werde matschig. Dann wechselt das Thema plötzlich zu einer Krankheit, einer chronischen Durchfallerkrankung, von der ein Ausbruch gemeldet wurde, ein paar Fälle in Ontario. „Gut, dass das nicht bis hierher gekommen ist“, sagt einer.

Aber im Moment kursiere wieder irgendein Grippevirus herum, auch im Sommer, erzählt ein Kollege. „Wir kümmern uns aber nicht mehr wirklich darum“, sagt der eine, „wir haben vor einer Weile aufgehört, uns darüber Gedanken zu machen“. Auf dem Boden liegt eine goldene Münze, ein Deko-Stück vom Piraten-Tablett. Einer hebt sie auf und lacht.

Sie überlegen, noch etwas zu bestellen, aber nein, es reicht. Das Essen war ausreichend, nicht riesig, aber ordentlich. Die Poutine sei sättigender gewesen, sagt der eine. Dann kommt ein Film ins Gespräch, ein Film über somalische Piraten, in dem es eine berühmte Szene gibt: „I am the captain now.

“ Captain Phillips, so heißt der Film, und sie lachen über die Memes. Der eine sagt, Präsident Roosevelt sei übrigens von hier, aus der Gegend, alle seien lokal. Dann ruft einer: „Schaut mich an, ich bin jetzt der Kapitän“, und alle lachen. Das Eis ist fast aufgegessen, und einer überlegt, noch ein Eis zu bestellen, das sei sowieso nur einmal im Jahr.

Die Bedienung kommt, ein junger Kerl, und fragt, ob noch etwas gebraucht wird. Sie winken ab, zahlen später, nehmen die Reste mit. Draußen vor dem Fenster parkt jemand schräg, diagonal über die Markierung, und sie bemerken es mit einem Blick. Das Gespräch wandert zu TwitchCon.

Einer erzählt, er habe letztes Jahr ein paar Karten für ein Spiel namens Riftbound bekommen, bei einem Testspiel auf der Convention. Die Karte sei eine Goldfolien-RE-Karte gewesen, und als er zurückkam, habe er sie sofort verkauft für zwei- bis dreihundert Dollar. Damit habe er die gesamten Kosten seiner Reise wieder hereingeholt. Er habe auch noch die Test-Decks, die seien inzwischen auch einiges wert, ein paar hundert Dollar pro Pack, und er habe zwei davon.

Er wolle sie noch ein paar Jahre liegen lassen, bis sie mehr wert seien. „Ich habe einfach Glück gehabt“, sagt er. Dann reden sie über den Preis für TwitchCon-Tickets. Einhundertfünfzig Dollar für einen Tag, sagt einer, und sie versuchten, jeden, der zwei Tage macht, zum Drei-Tages-Pass zu drängen.

Letztes Jahr habe er jemanden gefunden, der nur noch eine Zuwendung brauchte, um seinen Drei-Tages-Pass gratis zu bekommen, und der habe ihm fünfzig Dollar dafür bezahlt, dass er sich anmeldete. „So spare ich mir überall etwas zusammen“, sagt er, „so komme ich ungefähr auf Null“. Dieses Jahr machen sie das Zuwendungsprogramm nicht mehr, vielleicht haben sie letztes Jahr zu viele Gratis-Tickets verschenkt. Der eine fragt, wie viele von zehn er die Convention bewerten würde.

„Sieben“, sagt er nach kurzem Überlegen, „sieben ist solide“. Der andere meint, zwei Tage seien perfekt, ein Tag reiche eigentlich, wenn man nicht so viele Leute trifft, und drei seien zu viel. Außerdem sei es schwierig, alle zu finden, jeder habe seinen eigenen Plan, seine eigenen Partys. Einer geht dieses Jahr hin, freitags ankommen, sonntags abhauen.

Der andere überlegt, ob er mitkommt, aber nur wenn er billige Flugtickets bekommt, und er habe im Moment kein Geld. „Hat jemand etwas für Cia? “, scherzt einer, „er versucht, nach TwitchCon zu kommen“. Ein neuer Gesprächspartner tritt ein.

Er habe neulich seinen PC zurückgesetzt und dabei beinahe eine Stunde lang im Testmodus gestreamt, erzählt er, also quasi ins Leere gesendet, bis er es bemerkt habe. Zum Glück sei es nur der Anfang gewesen, fünf Minuten. Dann sei auch noch ein SRT-Quellproblem aufgetreten, aber ein schnelles Deaktivieren und Reaktivieren habe es behoben. Er habe viele GPU-Probleme gehabt, beim Spielen sei der Bildschirm schwarz geworden, und der PC habe sich neu gestartet.

Er hatte schon befürchtet, die Grafikkarte ersetzen zu müssen, aber nach dem Neuaufsetzen von Windows sei alles wieder gut. Er habe das System komplett neu installiert, und er sei fast wie neu. „Neuformatieren ist mein am wenigsten geliebter Teil am PC“, sagt einer, „aber nach all den Jahren kann ich es in ein paar Stunden durchziehen, es ist nur das Warten auf die Updates, die immer wieder neu starten“. Er habe eine zweite SSD, da schiebe er alles drauf, das helfe.

Der andere erinnert sich, wie er früher eine Festplatte als Backup benutzt habe, das habe eine Ewigkeit gedauert. Heutzutage lägen die Festplatten nur noch im Regal, nicht mal angeschlossen. Einer erzählt von einem Mal, als er einen ganzen Terabyte an VODs versehentlich formatiert habe, alles von der zweiten Hälfte 2025 bis zu den ersten drei Monaten 2026 sei weg gewesen. „Wenn du es sofort bemerkst, kannst du eine Formatierung rückgängig machen, mit Wiederherstellungssoftware“, sagt einer.

„Aber sobald du neue Daten draufschreibst, sind die alten endgültig verloren. “ Das sei es gewesen, er habe die Festplatte nicht erkannt und ein paar Sachen darauf gespeichert, dann sei es aus gewesen. Das Gespräch wechselt zu Handys. Der eine hat ein neues iPhone 17 Pro, für etwa tausend Dollar, mit einem besseren Modem als sein altes.

In New York, wo es viele dicke Backsteingebäude gibt, mache das einen Unterschied, mit einem besseren Modem könne man sich besser mit Türmen verbinden. Der andere überlegt, sich die 8er oder die 8T Pro zu holen, aber die Pro Max werde sicher zweitausend Dollar kosten, das sei verrückt. „Nicht die Pro Max“, sagt er, „das wird sicher zwei- oder dreihundert Dollar mehr kosten als das Vorgängermodell, wegen des ganzen KI-Zeugs“. Sie schauen aus dem Fenster auf das Auto, das immer noch diagonal parkt.

„Schau dir das an“, sagt einer, „er ist einfach diagonal reingezogen“. Sie zucken mit den Schultern, „ist, wie es ist“. Einer ist erleichtert, dass seine PC-Teile physisch nicht kaputt gegangen sind, die Teile kosten heutzutage ein Vermögen. Er sei so froh, dass er 64 Gigabyte RAM gekauft habe, vor etwa einem Jahr, bevor die Preise explodierten.

Damals habe er noch überlegt, ob er sich das leisten solle, es war so teuer. „Gut, dass ich es gemacht habe“, sagt er, „es könnte Jahre dauern, bis die Preise wieder normal sind“. Die Preiserhöhung sei ungefähr während der TwitchCon passiert, irgendwann Ende letzten Jahres. Er überlegt, auf AM5 aufzurüsten, aber vorerst bleibe er bei AM4.

„Wenn du keine aktuellen Spiele spielst, brauchst du es nicht“, sagt einer, „und wenn der Computer nicht kaputt geht“. Er spiele nur gelegentlich, keine AAA-Titel, also sei es okay. Vielleicht brauche er nur eine neue GPU. Beide haben noch eine 3080 mit 10 Gigabyte VRAM.

„Das VRAM ist das eigentliche Problem“, sagt einer, „jeder Monitor verbraucht etwa 500 Megabyte“. Er habe seine Seitenmonitore auf die integrierte Grafikeinheit umgestellt, um VRAM zu sparen, indem er sie an das Onboard-Grafiksystem angeschlossen habe. Das habe ein bisschen geholfen, aber „wir werden sehen“. Der eine erinnert sich, dass die 3080 damals ein großer Sprung von der 2080 war, und die 3070 wurde als das beste Preis-Leistungs-Verhältnis angepriesen.

Er habe eine 3070 zum Listenpreis bekommen, über einen Freund bei Best Buy, der sie für ihn zurücklegte. Der andere habe über Nacht vor Best Buy angestanden, um seine 3080 zu bekommen, und das war einer seiner ersten IRL-Streams. „Das ist ein Highlight auf meinem Kanal“, sagt er lachend. Dann habe er die 3070 gegen eine 3080 eingetauscht, zum Listenpreis, „nicht schlecht“.

Einer hat ein günstiges Angebot für ein 24-Gigabyte-Laptop bekommen, aber es lässt sich nicht aufrüsten. „Oh, das ist ein Verlust“, sagt der andere, „das ist ein richtiger Verlust“. Das Handy-Gespräch geht weiter. Einer hat diesmal ein blaues Telefon gekauft, weil er es satt hat, immer Schwarz, Silber oder Grau zu haben.

Er habe vor langer Zeit ein goldenes iPhone gehabt, ein iPhone 6s. Er wartet daraufhin, dass ihm sein Anteil aus einer Sammelklage ausgezahlt wird, wegen der Batterieprobleme bei diesem Modell. Die sollten letztes Jahr bezahlen, dann haben sie es auf dieses Jahr verschoben, und jetzt ist das Jahr fast vorbei und immer noch nichts. „Aber es könnten etwa hundert Dollar pro Person sein“, sagt er, „und heutzutage ist hundert Dollar zumindest etwas, es ist wie geschenktes Geld“.

Ein weiterer Freund taucht auf, diesmal mit einem orangefarbenen Telefon. Die beiden nicken ihm zu. „Oh, du hast ein oranges, Frank“, sagt einer, „das ist cool“. Frank lächelt.

Das Gespräch versandet langsam, das Eis ist längst geschmolzen, die Teller sind leer. Es wird Zeit zu gehen. Es war kein besonderer Tag, keine große Geschichte, nur ein Essen mit Freunden, ein bisschen Geplauder über dies und das, über Piraten-Tabletts und PC-Probleme, über Handys und Drohnen, über alles und nichts. Und trotzdem, oder gerade deshalb, war es ein guter Nachmittag.

Einer bezahlt, die anderen stehen auf. Draußen beginnt es wieder zu regnen, und sie zerstreuen sich in verschiedene Richtungen.