EILMELDUNG im Fall Fabian: Hat der Vater die Ermittler bewusst abgelenkt? 🤔

Fall Fabian: Neue Fragen um die Rolle des Vaters im Mordprozess

Toter Fabian aus GĂĽstrow: Spur unter Fingernagel entdeckt! FĂĽhrt sie zu  Gina H.?

Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian aus Güstrow rückt neben der Angeklagten Gina H. zunehmend auch das Verhalten von Fabians Vater Matthias R. in den Fokus. Die Staatsanwaltschaft prüft inzwischen, ob der 35-Jährige vor Gericht falsche Aussagen gemacht haben könnte.

Fabian war im Oktober 2025 verschwunden. Vier Tage später wurde seine Leiche in einem abgelegenen Gebiet bei Klein Upahl entdeckt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Junge durch mehrere Messerstiche getötet wurde. Angeklagt ist die ehemalige Lebensgefährtin seines Vaters, Gina H., die die Vorwürfe bestreitet. Für sie gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

Besonders aufsehenerregend waren die Aussagen von Matthias R. während der bisherigen Verhandlungstage vor dem Landgericht Rostock. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wich er in mehreren Punkten von früheren Aussagen gegenüber der Polizei ab. Während er kurz nach dem Tod seines Sohnes noch Zweifel an Gina H. geäußert haben soll, zeigte er sich vor Gericht deutlich zurückhaltender. Zudem erklärte er, inzwischen wieder mit der Angeklagten liiert zu sein und an ihre Unschuld zu glauben.

Diese Kehrtwende sorgte im Gerichtssaal fĂĽr Verwunderung. Oberstaatsanwalt Harald Nowak kĂĽndigte daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts der Falschaussage an. Nach Ansicht der Anklage lassen sich die aktuellen Aussagen des Vaters nur schwer mit seinen frĂĽheren Angaben vereinbaren.

Fall Fabian: Im Saal zwinkert der verwaiste Vater der mutmaßlichen Mörderin  seines einzigen Sohnes zu - WELT

Kriminalpsychologen sehen verschiedene mögliche Erklärungen für sein Verhalten. Diskutiert werden emotionale Abhängigkeit, psychischer Druck nach dem Verlust seines Kindes oder eine mögliche Beeinflussung durch die Angeklagte. Beweise für eine Beteiligung des Vaters an der Tat gibt es jedoch nicht.

Der Prozess gilt als reiner Indizienprozess. Die Anklage stützt sich auf digitale Spuren, forensische Gutachten und Zeugenaussagen. Weitere Verhandlungstage wurden bereits angesetzt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass noch zahlreiche Beweise präsentiert werden, bevor das Gericht ein Urteil fällt.

Der Fall bewegt weiterhin die Öffentlichkeit und wirft viele Fragen auf – nicht nur zur Tat selbst, sondern auch zu den komplexen Beziehungen zwischen den Beteiligten.