Neue Enthüllungen im Fall Fabian: Prozess in Rostock nimmt dramatische Wendungen
Rostock – Im aufsehenerregenden Mordprozess um den achtjährigen Fabian vor dem Landgericht Rostock haben die jüngsten Verhandlungstage neue brisante Details ans Licht gebracht. Die 30-jährige Angeklagte Gina H. steht im Verdacht, den Jungen im Oktober 2025 getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mord aus niedrigen Beweggründen vor. Nach Auffassung der Ermittler soll Fabian ein Hindernis in ihrer Beziehung zu dessen Vater gewesen sein.
Während des Prozesses wurde bekannt, dass zwei Zeugen unabhängig voneinander aussagten, von der Angeklagten zu einem abgelegenen Waldtümpel geführt worden zu sein, an dem sich die Leiche des Kindes befand. Besonders belastend erscheint die Tatsache, dass beide Männer den Fundort bereits vor der offiziellen Benachrichtigung der Polizei aufgesucht haben sollen. Einer der Zeugen berichtete zudem, Gina H. habe die Leiche sofort als Fabian erkannt, obwohl sich der Fundort weit entfernt von dessen Wohnort befand.
Für Aufmerksamkeit sorgte auch die Offenlegung abgehörter Telefonate. Daraus soll hervorgehen, dass zwischen Gina H. und einem Nachbarn Absprachen über ein mögliches Alibi getroffen wurden. Zudem wurde über verschwundene Schuhe und ein nicht aufgefundenes Messer gesprochen, das möglicherweise mit der Tat in Verbindung stehen könnte.
Zwar musste das Gericht kürzlich einen Fehler bei der Auswertung von Handy-Daten korrigieren, doch die Anklage sieht dadurch das Gesamtbild nicht erschüttert. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft stützen zahlreiche weitere Indizien den Tatverdacht, darunter auffällige Internet-Suchanfragen, das zeitweise ausgeschaltete Mobiltelefon der Angeklagten sowie Aussagen von Zeugen.
Die Verteidigung weist sämtliche Vorwürfe zurück und betont die Unschuldsvermutung. In den kommenden Verhandlungstagen werden weitere Zeugen erwartet. Besonders die Aussage einer Frau, die beim offiziellen Auffinden der Leiche anwesend gewesen sein soll, könnte für den weiteren Verlauf des Verfahrens von großer Bedeutung sein.
Ein Urteil wird erst in den nächsten Monaten erwartet.



