Zweimal traf das deutsche Team in der ersten Hälfte gegen die Elfenbeinküste, beide Tore zählten jedoch nicht.
Lutz Wagner, Schiedsrichterlehrwart beim DFB und Schiedsrichterexperte der Sportschau, erklärt die Gründe für die Entscheidungen – und was ihm an der Schirileistung nicht gefallen hat.

21. Minute: Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Joshua Kimmich den Ball von rechts in den Strafraum. Aleksandar Pavlovic ging ins Luftduell mit Torwart Yahia Fofana und köpfte den Ball ins Tor. Doch Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay pfiff das Tor zurück.
“Die Entscheidung war richtig”, sagt Wagner. “Der Torwart darf mit den Armen agieren, der Feldspieler nicht. Pavlovic griff ihm aber über die Schulter in die Arme und hindert ihn daran, nach dem Ball zu greifen.”
38. Minute: Kai Havertz schob den Ball auf Vorlage von Florian Wirtz ein. Doch auch dieses Tor zählte nicht. Doch Jamal Musiala hatte zuvor gegen Odilon Kossounou das Bein stehen gelassen – Stürmerfoul.
Ein Abwarten wegen Vorteil kam hier nicht in Frage, kein Ivorer war nach dem Foul am Ball. “Die Entscheidung war korrekt, aber der späte Pfiff ist ein Problem”, sagt Wagner. “Denn das Tor fällt und das weckt natürlich Begehrlichkeiten. So kommt Unruhe ins Spiel.”

Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez in Aktion
Schiedsrichter Benitez ist 43 Jahre alt und zum ersten Mal bei einer WM dabei.
Die Profis von Borussia Dortmund haben aber schon Erfahrung mit ihm. Benitez war bei der Klub-WM 2025 Schiedsrichter beim 4:3-Sieg des BVB gegen Mamelodi Sundowns aus Südafrika.



