
Brian Jones, der charismatische Gründer der Rolling Stones, wurde am 2. Juli 1969 tot in seinem Swimmingpool aufgefunden. Die schockierende Entdeckung geschah kurz vor Mitternacht, als eine Freundin ihn entdeckte und panisch Hilfe holte. Trotz aller Bemühungen einer Krankenschwester konnte sein Leben nicht gerettet werden. Er war erst 27 Jahre alt.
Geboren am 28. Februar 1942 in Cheltenham, wuchs Brian in einem wohlhabenden Umfeld auf. Als Sohn eines Flugzeugingenieurs und einer Klavierlehrerin war seine Kindheit geprägt von Musik. Doch seine Asthmaerkrankung machte ihn zum Außenseiter an der Privatschule. Seine Mutter, eine leidenschaftliche Musikerin, schenkte ihm eine Klarinette, was den Grundstein für seine musikalische Karriere legte.
Bald entdeckte Brian seine Liebe zur Musik, die ihn von Jazz über Rock’n’Roll bis hin zu Blues führte. Mit nur 15 Jahren wurde er zum ersten Mal Vater, doch das Kind wurde zur Adoption freigegeben. Der britische Journalist Paul Trynka beschreibt in seinem Buch “Sympathy For The Devil”, dass Jones in Bezug auf Frauen eine problematische Einstellung hatte, was zu dieser Zeit jedoch nicht untypisch war.
Seine musikalische Reise führte ihn nach London, wo er 1962 im Ealing Jazz Club auf Alexis Korner traf. Dort lernte er Mick Jagger und Keith Richards kennen, mit denen er bald die Rolling Stones gründete. Alexis Korner erinnerte sich später, dass Brian zu diesem Zeitpunkt der kreative Kopf der Band war. Gemeinsam arbeiteten sie hart an ihren ersten Auftritten, die oft chaotisch verliefen.

Die Rolling Stones wurden schnell zu einer der bekanntesten Bands der Welt. Mit Hits wie “I Can’t Get No Satisfaction” und “It’s All Over Now” eroberten sie die Charts und die Herzen der Fans. Brian, bekannt für seinen auffälligen Stil und seine musikalische Vielseitigkeit, war das Gesicht der Gruppe. Doch hinter dem Glamour verbarg sich eine dunkle Seite.

Seine Beziehung mit dem Model Anita Pallenberg war von Drogen und Eifersucht geprägt. Während Brian musikalisch immer experimentierfreudiger wurde, geriet er zunehmend in den Schatten von Jagger und Richards. Berichten zufolge war er oft mit Drogen zugedröhnt und kämpfte mit seinen inneren Dämonen. Seine gesundheitlichen Probleme und die ständige Angst, von der Band ausgeschlossen zu werden, belasteten ihn schwer.

Nach einem turbulenten Jahr wurde Brian Jones im Juni 1969 aus der Band ausgeschlossen. Berichten zufolge nahm er die Nachricht gelassen hin, verbrachte jedoch die meiste Zeit in seinem Landhaus. Am 10. Juli 1969 fand die Beerdigung in seiner Heimatstadt statt, an der zahlreiche Trauergäste, darunter die Rolling Stones, teilnahmen.

Die Umstände seines Todes bleiben mysteriös. Seine Freundin, die Tänzerin Anna Wohlin, äußerte später den Verdacht, dass er ermordet wurde, während die Polizei den Fall als Unfall einstufte. Trotz der verschiedenen Theorien, die bis heute kursieren, bleibt die Wahrheit über Brian Jones’ Tod unklar.

Zwei Tage nach seinem Tod ehrten die Rolling Stones ihren Gründer mit einem kostenlosen Konzert im Hyde Park. Mick Jagger las ein Gedicht, das die Trauer und den Verlust widerspiegelte. Brian Jones bleibt eine faszinierende Figur in der Musikgeschichte, und die Fragen rund um sein Leben und seinen Tod werden wohl nie ganz verstummen. Was denkt ihr über die Legende Brian Jones?




