Seit Tagen fehlt von Buckelwal Timmy jede Spur, sein Tracker schweigt.

Der Fall des Buckelwals Timmy bewegt weiterhin viele Menschen in Deutschland. Seit dem 10. Mai sendet der an dem Tier befestigte Tracker keinerlei Signale mehr. Damit bleibt unklar, ob der junge Wal noch lebt oder bereits gestorben ist. Experten und Tierschützer bewerten die Situation unterschiedlich.

Wo ist Buckelwal Timmy? Karte zeigt seinen letzten Standort

Timmy hatte sich bereits im März in die Ostsee verirrt. Mehrfach strandete der geschwächte Buckelwal an verschiedenen Orten, darunter vor Timmendorfer Strand und in der Nähe von Wismar. Viele Beobachter sorgten sich um den Zustand des Tieres, da Buckelwale normalerweise in deutlich tieferen Gewässern leben und die flachen Bereiche der Ostsee für sie gefährlich sein können.

Nachdem offizielle Rettungsmaßnahmen wochenlang diskutiert wurden, übernahm schließlich eine private Initiative die Rettung des Wals. Am 2. Mai wurde Timmy mithilfe eines Lastkrans aus der Ostsee in die Nordsee transportiert und dort wieder freigelassen. Ziel der Aktion war es, dem Tier den Weg in offenere und tiefere Gewässer zu ermöglichen.

Zur Überwachung befestigten die Helfer einen Peilsender an Timmy. Doch bereits kurz nach der Freilassung traten technische Probleme auf. Zunächst lieferte das Gerät fehlerhafte Daten, später wurden nur noch vereinzelte Signale empfangen. Eine Drohne filmte den Wal zuletzt am 2. Mai im offenen Wasser.

🐋📡 **EIN SIGNAL… EIN ATMEN… TIMMY IST NOCH DA** 🌊💙 Der Ozean antwortete  endlich. 📍 **Timmy lebt.** Der Tracker läuft nicht ständig – er reagiert  nur, wenn er auftaucht. Es handelt sich

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund äußerte inzwischen große Zweifel an Timmys Überlebenschancen. Fachleute vermuten, dass der Wal aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands nach über 40 Tagen in der Ostsee vermutlich nicht mehr lebt. Die private Rettungsinitiative widerspricht jedoch dieser Einschätzung und betont, dass Timmy lebend freigelassen worden sei.

Bis heute gibt es weder neue Sichtungen noch bestätigte Informationen über den Aufenthaltsort des Buckelwals. Der Fall zeigt erneut, wie schwierig der Umgang mit verirrten Großwalen in europäischen Küstengewässern sein kann.