BVB vor dem Mega-Transfer-Dilemma: Kommt das unglaubliche Angebot für Nmecha? VfB Stuttgart kämpft um Pejcinovic – und der Uzun-Transfer steckt fest! Welche Überraschungen warten auf dem Transfermarkt? Alles zu den heißen Gerüchten und möglichen Wechseln!

BVB vor dem Mega-Transfer-Dilemma: Kommt das unglaubliche Angebot für Nmecha? VfB Stuttgart kämpft um Pejcinovic – und der Uzun-Transfer steckt fest! Welche Überraschungen warten auf dem Transfermarkt? Alles zu den heißen Gerüchten und möglichen Wechseln!

Thumbnail

Ein dreistelliges Millionenangebot für Felix Nmecha könnte Borussia Dortmund noch in dieser Woche erreichen. Nach Informationen von Patrick Berger bereitet Newcastle United tatsächlich ein konkretes Angebot für den 25-jährigen deutschen Nationalspieler vor. Die Verantwortlichen des BVB planen eigentlich fest mit Nmecha und wollen ihn unter keinen Umständen abgeben.

Doch Sportdirektor Sebastian Kehl ließ zuletzt eine kleine Hintertür offen. Er erklärte sinngemäß, dass man bei astronomischen Summen immer gesprächsbereit sei. Diese Aussage ist realistisch, denn alles andere wäre angesichts der finanziellen Dimensionen unglaubwürdig.

Die entscheidende Frage ist nun, in welcher Höhe Newcastle United tatsächlich bieten wird.

Die Magpies suchen dringend einen Nachfolger für den abgewanderten Bruno Guimarães. Laut Sky liegt die interne Schmerzgrenze bei Borussia Dortmund zwischen 100 und 120 Millionen Euro. Unter 100 Millionen Euro braucht Newcastle sich demnach gar nicht erst melden.

Im kommenden Sommer besitzt Nmecha eine Ausstiegsklausel, aber für diesen Sommer müsste schon ein gewaltiges Angebot kommen.

Rein sportlich betrachtet sollte der BVB Nmecha unbedingt halten. Er war in der vergangenen Saison der absolute Unterschiedsspieler. Wenn er fehlte, nahm die Qualität im Dortmunder Spiel spürbar ab.

Die Frage ist, wie man einen möglichen Abgang kompensieren würde. Mit dem eingenommenen Geld hätte man zwar Mittel für Ersatz, aber die Erfahrung mit Jude Bellingham zeigt, dass es Zeit braucht, bis ein Nachfolger das Niveau erreicht.

Im eigenen Kader käme wohl Can Uzun am ehesten für die Position von Nmecha infrage. Vom Spielerprofil her ist er nicht weit entfernt. Das Problem: In den letzten eineinhalb Jahren hat er nicht wirklich geliefert und ist zudem verletzungsanfällig.

Das wäre ein hohes Risiko. Der BVB käme nicht darum herum, auf dem Transfermarkt sehr werthaltig aktiv zu werden.

Ein junger, unbekannter Spieler wäre keine Option. Man bräuchte eine erfahrene Sofortverstärkung. Andererseits: Wenn der BVB tatsächlich über 100 Millionen Euro einnimmt, könnte man einen Teil in einen Nmecha-Nachfolger investieren und gleichzeitig andere Positionen stärken, etwa einen klaren Sechser oder einen Rechtsverteidiger.

Sollte Nmecha gehen, würde der Transfermarkt noch einmal richtig in Bewegung kommen.

Dennoch glaube ich noch nicht so richtig daran. Nmecha müsste selbst Bock auf Newcastle haben. Sportlich macht ein Wechsel in diesem Sommer überhaupt keinen Sinn.

Der BVB ist die deutlich bessere Mannschaft mit einem viel besseren Projekt. Aber mit viel Geld ist viel möglich. Deshalb schließe ich es nicht vollständig aus, halte es aber weiterhin für eher unwahrscheinlich.

Das könnte sich schnell ändern, wenn ein unmoralisches Angebot eintrifft.

Ein Update gibt es auch beim VfB Stuttgart zu Jenan Pejcinovic. Dass man beim VfB einen Stürmer dieses Profils verpflichten möchte, ist kein Geheimnis. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth machte daraus auch keinen Hehl.

Gegenüber Sky sagte er: „Seine sportliche Qualität wissen wir zu schätzen, daran hat sich in den letzten Wochen überhaupt nichts geändert. Wir sind nach wie vor in einem konstruktiven Austausch mit den Wolfsburgern und werden wirtschaftlich alles Mögliche machen, wenn es auch vertretbar ist, um den Transfer umzusetzen. “

Wirtschaftliche Grundsätze werde man dabei nicht in Frage stellen. Man sei weiter im Dialog, und irgendwann werde es zu einem Ergebnis kommen müssen, in welche Richtung auch immer. Es werde aber noch Geduld brauchen.

Pejcinovic bleibt der klare Wunschkandidat. Zeitweise gab es Berichte, dass man nah an einem Durchbruch sei. Dabei war von einem 23-Millionen-Euro-Paket die Rede, das der VfB bietet.

Zum Durchbruch ist es seitdem nicht gekommen. Wolfsburg beharrt weiter auf 25 Millionen Euro. Man liegt nicht mehr ewig weit auseinander.

Jetzt könnte man meinen, Wolfsburg müsse sich auf den VfB zubewegen. Das Problem: Wolfsburg ist kein normaler Bundesliga-Absteiger. Der Verein muss nicht entgegenkommen, wenn die Verträge es hergeben.

Bei den meisten anderen Absteigern hätte man einen Rabatt bekommen, aber Wolfsburg macht es nicht einfach.

Ich frage mich, ob Pejcinovic das wirklich wert ist. Ungefähr 25 Millionen Euro plus Boni. Ja, er hat ein sehr gutes Profil und einige gute Spiele für den VfL gemacht.

Aber eine unfassbare Torquote hat er nicht mitgebracht. Ein gewisses Risiko steckt auf jeden Fall drin. Andererseits bringt er alle Anlagen mit, um ein Topstürmer zu werden.

Mit 21 Jahren ist er noch jung genug.

Nach der Entwicklung des VfB Stuttgart in den letzten Jahren kann man aus Fansicht Vertrauen haben, dass ein klarer Plan verfolgt wird. Sollte es aber nicht zu einer Einigung kommen, muss man sich irgendwann mit Alternativen beschäftigen. Ein Name wurde genannt: Sidiki Sheriff.

Er war in der vergangenen Saison an Fenerbahçe Istanbul ausgeliehen, konnte sich dort aber nicht durchsetzen.

Trotzdem musste der Spieler zurückgekauft werden. Die Leihgebühr betrug 4 Millionen Euro, die Kaufpflicht 18 Millionen, insgesamt 22 Millionen. Viel günstiger dürfte er nicht werden.

Er steht seit Saisonende auf der Verkaufsliste. Mit 19 Jahren ist er entwicklungsfähig. Sein Top-Speed soll 34,5 km/h betragen haben.

In der Super League erzielte er nur zwei Tore, aber sechs vergebene Großchancen.

Da gibt es noch einige Baustellen. Bei einem 19-Jährigen will ich nicht zu hart kritisieren. Aber bei Pejcinovic hätte ich eher Verständnis dafür, dass der VfB ins Risiko geht.

Sheriff wäre mutmaßlich nicht deutlich günstiger, aber in seiner Entwicklung noch einen Schritt hinter Pejcinovic anzusiedeln.

Ein Spieler, bei dem ich dachte, dass ein Verkauf in diesem Sommer heiße Geschichte ist, ist Jan Uzun von Eintracht Frankfurt. Die Preisvorstellungen liegen bei 50 bis 60 Millionen Euro. Doch Carryha von Sky berichtet, dass es aktuell einen Stillstand gibt.

Keine Bewegungen, keine konkreten Gespräche. Mögliche Interessenten sehen einen Preis von 30 bis 35 Millionen als realistisch.

Eintracht Frankfurt wird definitiv keine Sekunde darüber nachdenken, den Spieler zu diesem Preis zu verkaufen. Uzun hat einen langfristigen Vertrag ohne Ausstiegsklausel. Er bringt großes Potenzial mit.

Wenn er fit bleibt und unter Dino Toppmöller eine zentrale Rolle spielt, was klar angedacht ist, kann er sich weiterentwickeln. In der vergangenen Saison hatte er leider Verletzungspech.

Es ist davon auszugehen, dass Eintracht Frankfurt sich wieder für Europa qualifiziert. Das ist nicht unwahrscheinlich, denn Frankfurt hat in den vergangenen Jahren fast immer international gespielt. Einzelne Ausrutscher gab es, die letzte Saison gehört dazu.

Stellt man sich gut auf, und Uzun spielt eine gute Saison, kann man im nächsten Sommer deutlich mehr als 30 bis 35 Millionen einnehmen.

Ob es dann 50, 60 oder gar mehr wird, bleibt abzuwarten. Uzun ist mit einem Monsterpotenzial gesegnet. Nach aktueller Lage gehe ich davon aus, dass er tendenziell eher bleiben wird.

Wir bleiben natürlich bei allen Topthemen rund um die Bundesliga auf dem Laufenden. Verpassen Sie keine Updates. Schauen Sie auch in meine neuesten Videos in der Endcard.

Geben Sie sich einen kräftigen Kick und bleiben Sie am Ball.