Borussia Dortmund geht im Poker um Sid Mala endgültig all in. Wie der Kölner Express heute Mittag berichtet, ist man seitens des BVB mittlerweile bereit, vollständig über die eigene Schmerzgrenze hinauszugehen. Die neueste Offerte von Borussia Dortmund soll eine Fixsumme von 48 Millionen Euro umfassen, inklusive zwei weiterer Boni, die als einfach zu erreichen gelten.
Damit hätte man tatsächlich die 50-Millionen-Marke geknackt.
Als wäre das nicht genug, soll es angeblich noch fünf weitere Millionen an Boni geben, die allerdings sehr schwer zu erreichen sind. Unter anderem geht es dabei um Einsätze bei der deutschen Nationalmannschaft, was nicht unendlich schwer ist. Damit wäre man dann relativ realistisch über 50 Millionen.
Ich denke, man könnte fast davon sprechen, dass der BVB bereit ist, die Forderungen des 1. FC Köln zu erfüllen.
Ein Knackpunkt, der hier seitens des Express noch genannt wird, soll eine Weiterverkaufsbeteiligung sein. Der FC möchte bei einem Weiterverkauf 10 Prozent der gesamten Summe kassieren, während Dortmund nur 10 Prozent an der Gewinnsumme gewähren will. Aber ich glaube, das wäre nicht zwingend der Punkt, an dem es scheitert.
Sollte es nur noch dieses Detail sein, wird man meiner Einschätzung nach schon zueinander finden.
Der Express als Quelle ist mal so, mal so zu bewerten. Auf der einen Seite hat der Express als erstes darüber berichtet, dass Borussia Dortmund an Sid Mala dran ist. Jedoch gab es auch damals den Bericht, dass Hoffenheim den Hut in den Ring wirft, was absoluter Blödsinn war.
Patrick Berger hat mittlerweile ebenfalls eine Meldung rausgehauen und schreibt, dass der BVB nicht locker lässt und plant, ein neues Angebot einzureichen.
Auch hier ist die Rede von der 50-Millionen-Marke und dass die Endsumme über Boni gut erreicht werden könnte. Geplant sei, dieses Angebot Anfang der Woche abzugeben. Das letzte Angebot soll dabei übrigens 37 Millionen plus 8 Millionen betragen haben.
Kein Wunder, dass Köln dieses abgelehnt hat. Alles in allem ist das schon eine Steigerung, die man als merklich ansehen kann.
Erwähnenswert ist, dass der Express und Berger sich bei der Summe nicht einig in der Berichterstattung sind. Klar, 50 Millionen werden bei beiden Berichten geknackt. Jedoch geht der Express sogar bis 55 Millionen hoch, und bei Berger wird auch noch nichts über eine Weiterverkaufsbeteiligung geschrieben.
Wir werden sehen, was sich bewahrheitet und ob Köln diese neue Offerte ausreicht.
Ich denke, da hängt einiges davon ab, wie hoch die Fixsumme ausfällt. Meiner Einschätzung nach sollte diese schon 45 Millionen betragen. Ansonsten gehe ich nicht davon aus, dass Köln hier tatsächlich einschlägt.
Aber wenn der BVB wirklich ernst macht und die Boni ohnehin nicht schwer zu erreichen sind, dann bin ich der Meinung, kann man hier schon relativ weit mitgehen mit der Fixsumme.
Der Grund dafür, dass der BVB hier so weit geht, ist offensichtlich. Dortmund will Mala unbedingt. Alle Bosse stehen vollständig dahinter.
Es gab bereits Gespräche zwischen Kovac und Mala. Als interne Schmerzgrenze hat man sich jetzt aber eben diese 50 Millionen gesetzt. Da will man jetzt auch nicht mehr wirklich drüber gehen.
Problem an der Stelle bleibt, dass Köln die 50 Millionen komplett als Fixsumme möchte und dass die Kölner Bosse hart bleiben, das haben sie stand jetzt in jedem Fall bewiesen. Als spannendes Detail zum Abschluss hat Berger dann noch geschrieben, dass Bundestrainer Jürgen Klopp ebenfalls ein Gespräch mit Mala geführt hat, wo es darum geht, dass er ihn als wichtigen Spieler für die deutsche Nationalmannschaft sieht.
Der Express liefert dabei die Info, dass Klopp sich im Hintergrund für einen Wechsel nach Dortmund stark gemacht hat. Alles in allem sind wir jetzt ungefähr bei dem Angebot, wo ich auch meine Einschätzung zu abgegeben habe im letzten Video, dass das ungefähr die Region sein könnte, wo der BVB maximal hingehen wird.
Je nachdem, welche Quelle jetzt näher dran ist, ob Express oder Berger, ist man hier mittlerweile sogar schon im Bereich der Brighton-Summe. Brighton wollte ich sagen, Brentford natürlich. Und ja, wenn Köln das jetzt tatsächlich geschafft hat, den BVB so weit zu bringen, die Summe eines Premier-League-Clubs nahezu nachzuahmen, dann ist das schon eine sehr krasse Leistung.
Denn wir sprechen hier nach wie vor von einem Rekord innerhalb der Bundesliga, einen absoluten Transferrekord seitens des BVB. Es wäre natürlich auch Rekordabgang bei den Kölnern. Ich bin auch der Ansicht, das ist ein Angebot, welches man aus Köln in Erwägung ziehen kann anzunehmen.
Wie gesagt, je nachdem, ob die Fixsumme relativ nah an den 50 Millionen dran ist, laut Express sind es ja 48, das wäre dann nicht zu weit weg.
Köln braucht ja selbst auch noch Neuzugänge. Klar, ein Mikey Moore soll so oder so kommen, das ist mir auch klar. Das wird jetzt seitens der Medien mehrfach berichtet.
Ich habe ihn lange Zeit oder zumindest ein paar Tage als möglichen Nachfolgekandidaten für Mala gesehen, aber wie es aussieht, würde man dann noch mal auf der Position nachlegen.
Was man bedenken muss, diesen Spieler kann man sportlich so oder so nicht ersetzen. Was man aber mit diesem Geld machen kann und das ist für Köln eben nicht unwichtig. Man kann andere Positionen besser verstärken, als wenn man dieses Geld nicht hat und die Mannschaft damit insgesamt besser machen.
Ich glaube, das ist nicht völlig unwichtig, denn aktuell, was die wichtigen Positionen angeht, wenn ich jetzt beispielsweise an die Sechs denke, wo man noch nicht vorangekommen ist.
Ich glaube im Sturm könnte man noch was machen als Beispiel. Gut möglich, dass man da im Hintergrund schon anfängt mit möglichen Einnahmen für Mala zu kalkulieren. Ist jetzt nur ein Gedanke meinerseits.
Nach außen haben die Kölner Verantwortlichen ja schon mehrfach gesagt, man plant mit Mala, aber solange das Transferfenster offen ist, haben wir alle schon genügend Pferde kotzen sehen, genügend Aussagen gehört, die dann am Ende so nicht eingehalten wurden.
Für mich ist das alles Teil des Pokers. Ich weiß nicht, wenn der BVB hier wirklich all in leicht zu erreichen 50 Millionen bietet, dann wird es auch für Köln irgendwann schwer, da wirklich komplett abzulehnen, weil ja eben auch das Risiko. Ich weiß, das habe ich schon 100 Mal gesagt, aber ich finde, das ist einfach auch die Realität.
Es bleibt das Risiko, dass wenn wirklich der Faktor eintrifft als Fahrstuhlmannschaft, die Köln oft nur mal ist, dass dann durch einen möglichen Abstieg die Summe niemals mehr erreicht wird. Oder was ist, wenn der Spieler sich verletzt, nicht so abliefert, wie man es gewohnt ist. Dann ist es zwar so, dass man jetzt sagen würde, wenn Köln ablehnt: Ja, Don Kessler, absoluter Macher, hat die Eier auf den Tisch gelegt, dafür wird er dann extrem abgefeiert, aber wie sieht es dann in einem Jahr aus, wenn es schiefgeht?
Muss man zumindest im Hinterkopf haben.
Klar. Man sollte das jetzt nicht aus Gründen der Angst bedenken, sondern aus kaufmännischer Sicht. Natürlich kann man weiterhin drauf spekulieren, dass er noch teurer wird und später noch bessere Einnahmen generiert.
Das ist dann jedenfalls jetzt die Abwägungssache beim 1. FC Köln.
Der BVB jedenfalls hat jetzt endgültig bewiesen, für einen Spieler wie Said Mala ins maximale Risiko zu gehen. Ich bin auch definitiv der Meinung, das sollte jetzt wirklich das All-in-Angebot sein, insgesamt 50 Millionen. Das wäre dann, wenn es wirklich so ist, wie in den Medien beschrieben, ungefähr da, wo der Wunsch beziehungsweise die Forderung der Kölner liegen.
Ich finde auch, dass es jetzt aus BVB-Sicht keinen Sinn mehr macht, viele Angebote abzugeben. Wir sind jetzt an einem Zeitpunkt der Vorbereitung und Transferphase angekommen, wo es sehr wichtig ist, so schnell wie möglich Klarheit zu bekommen. Sprich jetzt ein alles oder nichts Angebot abzugeben, damit man danach dann die Gewissheit hat, alles klar, wir bekommen den Spieler oder dass man dann weiß, gut, wir haben alles gegeben, Köln will nicht verkaufen und entsprechend müssen wir uns jetzt um Plan B Gedanken machen.
Was man ja im Hintergrund angeblich sowieso schon getan hat, wo wir dann gespannt sein können, wer diese Ausweichoptionen tatsächlich sind. Ibrahim M. Beie wird er ja teilweise genannt.
Allerdings bin ich bei ihm skeptisch. Da würde ich lieber bei Mala noch mal ein bisschen mehr nachlegen, weil M. B.
in einem ähnlichen Preisrahmen ist, hat dafür aber im Gegenzug deutlich weniger gezeigt, plus die ganze Familienproblematik, die man sich sicherlich nicht ins Boot holen möchte.
Lange Rede, gar keinen Sinn. Mir kommt es vor, als nähern wir uns dem Ende dieses Pokers. Da kann ich mich natürlich auch irren, aber bei so einem Angebot, ja, ist insbesondere für den BVB nicht mehr allzu viel Spielraum.
Entweder Köln nimmt es jetzt oder dann wird es wahrscheinlich mehr oder weniger endgültig gewesen sein.
Gut möglich, dass man jetzt aber zumindest eine sehr gute Grundlage hat, sodass man sich dann an den Tisch setzt bezüglich der Strukturen und einer möglichen Weiterverkaufsbeteiligung, wenn man das dann handhabt. Ich werde euch auf jeden Fall wie gewohnt weiter bei der ganzen Sache auf dem Laufenden halten. Wollt ihr das nicht verpassen, wisst ihr ganz genau, was zu tun ist.
Ansonsten findet ihr wie immer eines meiner neuesten Videos in der Endcard. Schaut doch da gerne mal vorbei und in dem Sinne gebt euch einen kräftigen Kick und bleibt am Ball.



