Eintracht Frankfurt vor nächstem Transferbeben: Vier Abgänge bahnen sich an – BVB konkretisiert Plan B nach geplatztem Mega-Deal
Die Kaderplanung bei Eintracht Frankfurt nimmt rasant Fahrt auf. Während die Hessen noch in der laufenden Saison um die europäischen Plätze kämpfen, zeichnet sich hinter den Kulissen eine ganze Abgangslawine ab. Gleich vier Spieler könnten den Verein in den kommenden Tagen verlassen, und die Verhandlungen laufen bereits auf Hochtouren.
Besonders brisant: Die Abgänge sollen nicht nur die Kasse füllen, sondern auch direkte Auswirkungen auf die Transferstrategie des Vereins haben, der bereits heiße Kandidaten für die Nachfolge im Blick hat.
Noel Futke steht dabei ganz oben auf der Liste der Abgangskandidaten. Der Stürmer, der in der vergangenen Zweitliga-Saison mit 19 Toren und fünf Vorlagen auf sich aufmerksam machte, hat bei der SGE keine Zukunft. Der Verein zog zwar die Rückkaufoption, doch dies geschah offenbar nur mit dem klaren Plan, den Angreifer gewinnbringend weiterzuverkaufen.
Der SV Elversberg hat sich nach Informationen von Florian Plettenberg in die Pole Position gebracht und führt bereits fortgeschrittene Gespräche. Die Verhandlungen sollen so weit gediehen sein, dass eine Leihe mit anschließender Kaufoption die wahrscheinlichste Lösung darstellt. Elversberg kann die geforderte Ablösesumme offenbar nicht sofort stemmen, weshalb die Option auf einen späteren Kauf im Bereich zwischen sieben und zehn Millionen Euro liegen dürfte.
Futke, der in der zweiten Liga konstant starke Leistungen gezeigt hat, könnte in Elversberg auf ein Umfeld treffen, das bereits mehreren Offensivspielern den Durchbruch ermöglicht hat. Die Namen Nick Woltemade, Phisnik Aslani oder Junus NO Talib sprechen für sich. Allerdings bleibt abzuwarten, ob sich diese Erfolgsgeschichte auch in der Bundesliga fortsetzen lässt.
Ein weiterer Spieler, der die Hessen verlassen wird, ist Jeskiri. Der Abgang war bereits länger geplant, und es gab mehrere Interessenten. Der 1.
FC Köln und der FC Sevilla standen im Raum. Die Spur nach Köln hatte sich zwischenzeitlich abgekühlt, doch nun kommt wieder Bewegung in die Sache. Laut einem Bericht der Bild sind sich Eintracht Frankfurt und der FC sogar über einen Transfer einig – die Ablöse sei kein Problem.
Der Haken liegt jedoch in den Gehaltsvorstellungen des Spielers. Köln ist bereit, 1,5 Millionen Euro zu bieten, doch Jeskiri empfindet diese Summe als zu niedrig. Es bleibt abzuwarten, ob sich beide Seiten noch annähern können.
Parallel bleibt der FC Sevilla eine ernsthafte Option. Die Eintracht scheint entschlossen, den Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen, und es ist gut möglich, dass sich in den nächsten Tagen eine Lösung abzeichnet.
Auch Michiuai steht vor dem Abschied. Der Spieler hat bei der Eintracht keine Zukunft mehr und befindet sich Berichten zufolge bereits in Saudi-Arabien, um bei Al-Chabab zu unterschreiben. Die Ablöse liegt knapp unter zwei Millionen Euro.
Eintracht Frankfurt hatte im Winter 2025 noch drei Millionen Euro für ihn gezahlt – ein finanzielles Risiko, das sich nicht ausgezahlt hat. Da der Betrag jedoch überschaubar ist, ist der Verlust verschmerzbar. Der Spieler selbst kann sich in Saudi-Arabien vermutlich über ein üppiges Gehalt freuen.
Der vierte und vielleicht prominenteste Kandidat auf der Abgangsliste ist Fares Shaibi. Crystal Palace hat ein Auge auf den Mittelfeldspieler geworfen, und ein konkretes Angebot soll nur eine Frage der Zeit sein. Shaibi, der bei der Eintracht sowohl Höhen als auch Tiefen erlebt hat, zeigte in der vergangenen Saison stabile Leistungen mit drei Toren und zehn Vorlagen in 38 Pflichtspielen.
Sein Vertrag läuft noch bis 2028, der Marktwert liegt bei 15 Millionen Euro. Für die Hessen wäre es der ideale Zeitpunkt, eine ordentliche Ablöse zu kassieren. Branchenkenner spekulieren über eine Summe von 20 Millionen Euro oder mehr – ein deftiger Gewinn, denn Eintracht Frankfurt zahlte damals selbst zehn Millionen.
Die Konkurrenz im Mittelfeld ist durch die Verpflichtungen von Onedica und Aseko gewachsen, und auch der mögliche Zugang Louis Ben Fahard könnte eine Rolle spielen. Sollte Shaibi gehen, wäre Ben Fahard als Nachfolger denkbar, auch wenn er nicht denselben Spielertyp verkörpert. Die Verhandlungen mit Karlsruhe sind jedoch noch nicht abgeschlossen.
Sky Sport berichtet, dass Eintracht Frankfurt weiterhin in der Pole Position ist und eine mündliche Einigung vorliegt. Allerdings verlangt Karlsruhe ein Gesamtpaket von über zehn Millionen Euro, was momentan noch für Stockungen sorgt. Sollte durch den Shaibi-Verkauf jedoch frisches Geld in die Kasse kommen, könnte dies den Deal für Ben Fahard beschleunigen.
Während in Frankfurt die Abgänge das Bild prägen, gibt es bei Borussia Dortmund ebenfalls hochbrisante Entwicklungen. Der BVB hat seine Planungen nach dem geplatzten Mega-Transfer neu ausgerichtet. Zunächst sorgt Luca Reggiani für Gesprächsstoff.
Inter Mailand soll beim BVB angefragt haben, wie die Bild berichtet. Dortmund hat grundsätzlich kein Interesse, den Spieler abzugeben, doch sollte Inter ein attraktives Angebot vorlegen, wäre man zumindest gesprächsbereit. Reggiani selbst wäre an einer Rückkehr nach Italien interessiert.
Die nächsten Tage könnten hier Klarheit bringen.
Bereits vollzogen ist der Wechsel von Dian Ramaj. Der Torhüter wechselt auf Leihbasis für ein Jahr zu Kopenhagen, mit einer Kaufoption von fünf Millionen Euro. Da Ramaj bereits in der Vergangenheit an Kopenhagen ausgeliehen war und zuletzt beim 1.
FC Heidenheim spielte, war dies ein logischer Schritt. Er war als Vorgriff auf einen möglichen Abgang von Gregor Kobel vorgesehen, doch da dieser weiterhin beim BVB bleibt, war der Weg für den endgültigen Verkauf frei.
Die ganz große Frage in Dortmund lautet jedoch: Wer wird der neue Offensivspieler? Nachdem der spektakuläre Transfer eines Superstars geplatzt ist, hat der BVB im Hintergrund offenbar hart an Alternativen gearbeitet. Funkesport berichtet, dass die Gespräche mit einer Alternative in einem fortgeschrittenen Stadium sind.
Konkrete Namen werden nicht genannt, doch Sky Sport hat eine heiße Spur: Janis Konstantelias von PAOK Saloniki ist eine von zwei konkreten Optionen. Der 23-jährige Grieche stand bereits kurz vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart, scheiterte damals jedoch am Widerstand der Vereinsführung und der Fans. Die Ablöse für Konstantelias dürfte im Bereich von 30 Millionen Euro liegen, deutlich unterhalb der 50 Millionen, die für den ursprünglichen Wunschkandidaten gefordert wurden.
Konstantelias ist ein linkslastiger Spieler, der im Halbraum agiert und perfekt in das Dreierkettensystem von Trainer Nico Kovac passen würde. Der BVB hat offenbar keine Zeit für eine lange Hängepartie und will die Personalie schnell klären. Die zweite Option bleibt vorerst geheim, doch der Druck auf die Dortmunder Verantwortlichen ist enorm.
Die Fans warten sehnsüchtig auf einen spektakulären Neuzugang, der die Offensive beleben soll. Die nächsten Tage versprechen, heiß zu werden – sowohl in Frankfurt als auch in Dortmund.



