Der FC Bayern München steht vor einem historischen Millionen-Coup, der die Fußballwelt erschüttert: Der Rekordmeister plant den Verkauf der letzten fünf Prozent an der Bayern München AG an das deutsche Unternehmen Fismann – für satte 250 Millionen Euro. Der Deal, der laut übereinstimmenden Berichten der TZ und des Münchner Merkur kurz vor dem Abschluss steht, sorgt für helle Aufregung in der Fan-Szene. Denn die Vereinsführung hatte auf der Jahreshauptversammlung 2021 den Anhängern versprochen, die verbleibenden Anteile nur dann zu veräußern, wenn der Club in finanzielle Not gerät.
Aktuell ist das jedoch nicht der Fall. Viele Fans fühlen sich hintergangen und belogen. Der Deal würde den FC Bayern als eingetragenen Verein mit 70 Prozent der Anteile an der AG zurücklassen, während Adidas, Audi und Allianz jeweils 8,3 Prozent halten.
Fismann, langjähriger Partner, würde damit zum neuen Minderheitsgesellschafter aufsteigen. Die Kritik ist laut: Ist das ein Skandal oder einfach notwendiger Schritt, um international wettbewerbsfähig zu bleiben?
Parallel dazu platzt ein weiterer Transfer-Kracher: Borussia Dortmund hat sich überraschend aus dem wochenlangen Poker um Kölns Stürmer Side El Mala zurückgezogen. Der BVB hatte zuletzt ein Angebot von 46 Millionen Euro Sockelablöse plus bis zu sieben Millionen Euro Boni auf den Tisch gelegt. Doch der 1.
FC Köln blieb hart: 50 Millionen sofort oder nichts. Die Dortmunder Bosse entschieden einhellig, die Gespräche zu beenden. Damit bleibt offen, ob El Mala tatsächlich in Köln bleibt oder wohin die Reise nun geht.
Der BVB muss sich nach Alternativen umsehen. Gehandelt werden unter anderem der vereinslose Jadon Sancho, Ethan Nwaneri vom FC Arsenal, Ibrahim Mbaye von PSG, Giannis Konstantelias von PAOK Thessaloniki und Jeremai Hernandez von Deportivo La Coruña. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der der BVB auch andere Abgänge verkraften muss: Torhüter Alexander Meyer wird wohl zum FC Kopenhagen wechseln – eine Leihe mit Kaufoption für nur fünf Millionen Euro.
Zudem zeigt sich Fabio Silva unzufrieden in Dortmund. Der Stürmer, der in der vergangenen Saison auf Leihbasis für UD Las Palmas zehn Tore erzielte, könnte nach Spanien zurückkehren. Real Sociedad und Betis Sevilla haben Interesse angemeldet.
Auch der FC Bayern selbst ist in ständiger Bewegung. Während der 250-Millionen-Deal die Schlagzeilen beherrscht, gibt es positive Nachrichten: Harry Kane, der 33-jährige Torjäger, steht vor einer Vertragsverlängerung. Der englische Kapitän verdient rund 25 Millionen Euro pro Jahr und möchte bis 2030 unterschreiben, um die nächste WM noch spielen zu können.
Die Münchner bevorzugen einen Vertrag bis 2029. Ein Kompromiss mit einer Option auf 2030 scheint möglich. Kane ist nicht der einzige Star, der bleiben soll.
Derweil verlässt Amindo Sieb den FC Bayern endgültig: Der 23-jährige Offensivspieler wechselt zum Partnerverein Los Angeles FC in die MLS, unterschreibt bis 2029 mit Option auf 2030. Die Bayern kassieren eine halbe Million Euro Ablöse.
International bahnen sich weitere Wechsel an. Der FC Barcelona hat nach einem Bericht Interesse an Nicolò Trisolde, dem 21-jährigen Stürmer von Club Brügge, der in der letzten Saison 23 Tore erzielte. Barca sucht einen neuen Stürmer, nachdem Atlético Madrid Julian Alvarez nicht verkaufen will.
Der AS Rom war mit einem Angebot von 35 Millionen Euro abgeblitzt – Brügge fordert 45 bis 50 Millionen. Trainer Hansi Flick hält große Stücke auf den Youngster, der auch für die Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp im Gespräch ist. Der FC Arsenal wiederum hat Verhandlungen über Victor Osimhen aufgenommen.
Der nigerianische Stürmer von Galatasaray soll mindestens 75 Millionen Euro kosten. Arsenal spricht mit den Istanbulern nicht nur über Osimhen, sondern auch über Ethan Nwaneri und Gabriel Martinelli – die Türken haben bereits 45 Millionen für Martinelli geboten.
Manchester City könnte einen Rekorddeal einfahren: Tottenham Hotspur soll bereit sein, 100 Millionen Euro für den Linksaußen Savinho zu zahlen. Der 20-jährige Brasilianer, der bei City nicht zum Stammpersonal zählt, drängt angeblich auf den Wechsel und soll sogar das Training geschwänzt haben, um Druck zu machen. City-Trainer Enzo Maresca muss eine Entscheidung treffen.
Tottenham war schon im letzten Sommer an Savinho dran, damals lehnte Pep Guardiola ab. Jetzt könnte die Tür für den Transfer offenstehen. Auch Paul Pogba ist auf dem Markt: Der 33-jährige Mittelfeldspieler löst seinen Vertrag bei AS Monaco auf und wird ablösefrei.
Interesse bekunden mehrere MLS-Klubs wie LAFC, Kansas City, Montreal, NYCFC, Colorado Rapids und Inter Miami sowie Clubs aus der Saudi Pro League.
In der Bundesliga gibt es weitere Personalien. Jeremy Doku hat seinen Vertrag bei Manchester City bis 2031 verlängert, mit Option auf eine weitere Saison. Der U21-Nationalspieler Mika Bauer verlässt den SC Paderborn und wechselt zu Celtic Glasgow – Ablöse bis zu acht Millionen Euro, ein Vereinsrekord.
Fabio Balde zieht es vom Hamburger SV zu Racing Straßburg, wo er bis 2031 unterschrieben hat. Der HSV kassiert sieben Millionen Euro. Borussia Dortmund verleiht Almugera Kabar an Neckarsulm?
(korrigiert: Neckneimächen? Unklar, aber es geht um eine Leihe ohne Kaufoption.) Nico Elvedi könnte Borussia Mönchengladbach noch verlassen: Der Schweizer Innenverteidiger ist sich mit Leeds United über einen Vertrag bis 2029 einig.
Leeds bereitet ein offizielles Angebot vor. Gladbach würde Elvedi bei einer lukrativen Ablöse ziehen lassen. Diego Morera, lange ein Thema beim BVB, könnte nun bei RB Leipzig landen.
RB hat sich mündlich mit dem 22-jährigen Flügelspieler geeinigt, der in die Fußstapfen von Jan Di Monde treten soll. Knackpunkt sind die Ablöseverhandlungen zwischen Leipzig und Straßburg – die Vorstellungen liegen noch weit auseinander.
Die größte Welle schlägt jedoch der Bayern-Deal. Die 250 Millionen Euro von Fismann würden die Kassen des Rekordmeisters füllen, aber das Versprechen von 2021 wiegt schwer. Die Vereinsführung hatte damals betont, die restlichen fünf Prozent nur in einer finanziellen Notlage zu verkaufen.
Davon ist der FC Bayern weit entfernt: Der Club ist wirtschaftlich gesund, mit hohen Einnahmen aus Sponsoring, TV-Rechten und Transfers. Kritiker sprechen von einem Vertrauensbruch, der die Glaubwürdigkeit der Vereinsführung untergräbt. Befürworter argumentieren, dass die 250 Millionen nötig seien, um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten, vor allem angesichts der steigenden Gehälter und Ablösen.
Die Frage liegt auf dem Tisch: Ist das ein echter Skandal oder einfach cleveres Wirtschaften in einer Welt, in der Milliarden fließen? Die Fans sind gespalten, und die Diskussion wird in den kommenden Tagen weitergehen. Derweil nähert sich die Transferperiode ihrem Ende, und die neue Saison steht vor der Tür.
Die Spannung steigt, nicht nur in München, sondern in ganz Europa. Wir bleiben dran – und wünschen ein erholsames Wochenende.



