Der Transfer von Jannes Konstantelias zu Borussia Dortmund steht kurz vor dem Abschluss, doch die Fans von PAOK Saloniki haben mit einem irren Streik für Chaos gesorgt. Der 23-jährige griechische Nationalspieler hatte bereits den Medizincheck beim BVB bestanden, wie die englische Sun unter Berufung auf Costas Lianos berichtet. Allerdings wird der Deal teurer als erwartet: Laut Fabrizio Romano liegt die Gesamtsumme inklusive Bonuszahlungen bei bis zu 32 Millionen Euro, zudem soll eine Weiterverkaufsbeteiligung von 15 Prozent vereinbart sein.
Die Ultrà-Gruppierung von PAOK versuchte jedoch, den Wechsel zu verhindern, indem sie den Spieler am Flughafen aufhielt. Konstantelias musste ein kurzes Telefonat mit den Fans führen, in dem er klarstellte, dass es seine eigene Entscheidung sei, zu Borussia Dortmund zu wechseln.
Die Szene erinnert an die Vorfälle im vergangenen Sommer, als PAOK-Fans den Transfer von Konstantelias zum VfB Stuttgart durch eine Stürmung der Geschäftsstelle verhinderten. Damals entstanden verrückte Bilder, die im Internet kursieren. Viele Beobachter befürchteten bereits, dass der Wechsel erneut platzen könnte, als bekannt wurde, dass Konstantelias nach Griechenland zurückreiste.
Doch es gibt Entwarnung: Der Grund ist die Geburt seiner zweiten Tochter, die aus der Klinik entlassen wird. Der Spieler möchte an der Seite seiner Familie sein, bevor er endgültig nach Dortmund reist, um sich in sein neues Umfeld zu integrieren. Dennoch bleibt die Situation angespannt – niemand kann ausschließen, dass noch weitere Eskalationen folgen.
Parallel dazu hat Borussia Dortmund bereits einen zweiten Transfer perfekt gemacht: Joey Veerman kommt von PSV Eindhoven und unterschreibt einen Fünfjahresvertrag beim BVB. Die Ablösesumme liegt laut Fabrizio Romano bei 21,5 Millionen Euro, während Patrick Berger von 22 bis 25 Millionen Euro spricht. Veerman war einer der Kandidaten, die bereits gestern als sehr wahrscheinlich galten, da er eine Ausstiegsklausel besaß.
Der Doppelpack mit Konstantelias bringt den BVB in der Offensive deutlich voran. Die Frage ist nun, ob Hector Ford als nächster folgen wird, der ebenfalls auf der Liste der Wunschkandidaten steht. In Kürze wird ein Video erscheinen, das die Stärken der beiden Neuzugänge analysiert und eine mögliche Startaufstellung zeigt.
Auf der anderen Seite will PAOK Saloniki bei den Talenten des BVB zuschlagen. In fortgeschrittenen Gesprächen befindet man sich mit Christos Costoglu, einem U19-Spieler im zentralen Mittelfeld. Laut Sport 24 Greek könnte er sogar ablösefrei wechseln.
Noch spannender ist jedoch das Interesse an Samuele Inaio, wie die Gazetta berichtet. Die Quelle aus Griechenland gilt als seriös, da sie bereits bei den Transfers von Konstantelias und Konstantinos Carzas frühzeitig korrekte Informationen lieferte. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass der BVB Inaio ziehen lässt.
Der 19-Jährige hat sich in der Vorbereitung stark gezeigt und soll in der kommenden Saison eine wichtige Rolle spielen. Eine Leihe würde keinen Sinn ergeben, da er sich um einen Startplatz duellieren kann. Zudem würde ein Abgang eine offensive Baustelle öffnen, denn der Kader ist in der Breite nicht üppig besetzt.
Mit Konstantelias und Carzas sind zwar die gesetzten Spieler klar, aber die Halbräume müssen auch von Maximilian Bayer, Samuel Inaio und eventuell Koko Meker besetzt werden. Justin Lärmer und Mattis Albert sind für den Durchbruch noch zu früh. Im Zweifel müsste der BVB sogar noch einen weiteren Spieler verpflichten, anstatt Inaio abzugeben.
Daher glaube ich aktuell zu null Prozent an einen Wechsel.
Kommen wir nun zu einem sehr spannenden Gerücht rund um Eintracht Frankfurt. Der Kicker berichtet, dass die SGE eine neue Nummer eins verpflichten will und Noah Atubolu von Bundesliga-Konkurrent SC Freiburg als Wunschlösung gilt. Auf der anderen Seite gibt es Interessenten für Michael Zetter, der es gegebenenfalls nach England ziehen könnte.
Christopher Miche schreibt jedoch, dass ein Wechsel von Atubolu zur Eintracht aus seiner Sicht eher unrealistisch ist. Allerdings erwähnt er auch einen wichtigen Faktor: Freiburg muss Atubolu loswerden, da sein Vertrag nur noch bis 2027 läuft. Jetzt wäre die Gelegenheit, ihn noch mit Gewinn zu verkaufen.
Ein Jahr auf die Tribüne zu setzen, würde nur dazu führen, dass er später ablösefrei geht. Mit jedem Tag sinkt die Ablöseforderung. Zudem hat sich Freiburg mit Atubolu vielleicht ein bisschen verpokert – man hat frühzeitig Mio Backhaus als Nachfolger verpflichtet, was klug war, aber noch steht Atubolu im Kader.
Aus Frankfurter Sicht ist das Gerücht realistisch: Santos hat in der vergangenen Saison nicht vollends überzeugt und war ein Sicherheitsrisiko, Michael Zetter ist nicht zukunftsträchtig. Man will etwas Neues aufbauen und hofft auf ein unerwartetes Schnäppchen. Rein sportlich wäre Frankfurt für Atubolu interessant – abgesehen von der aktuellen Saison spielt man in der Regel international und bietet ein gutes Pflaster für talentierte Spieler.
Markus Krösche, einer der besten Verhandler, könnte hier einen guten Deal an Land ziehen. Ob es wirklich so unrealistisch ist, wie Christopher Miche meint, wird sich zeigen. Das Thema Noah Atubolu bleibt auf jeden Fall spannend.

Ein weiteres Thema, das wieder Fahrt aufnimmt, ist die mögliche Rückkehr von Niklas Füllkrug zum SV Werder Bremen. Vor Monaten hatte ich in einem Video bereits gesagt, dass ich ein Gefühl habe, dass er irgendwann wieder bei Werder spielen wird – auch wenn es damals noch unrealistisch schien. West Ham United hatte zunächst auf eine Ablöse gehofft, doch nach zweieinhalb Monaten hat sich die Lage geändert.
Laut Kicker verzichten die Engländer inzwischen auf eine Ablöse oder stellen sie zumindest sehr niedrig. Das einzige Hindernis wäre noch Füllkrugs Gehalt, aber hier ist der Spieler bereit, Abstriche zu machen. Die Tendenz bewegt sich also in eine positive Richtung.
Auch die Deichstube bestätigt Kontakte zwischen Füllkrug und Werder, betont aber, dass bei einer satten Ablöse der Transfer nicht in Betracht käme. Es ist unwahrscheinlich, dass West Ham noch eine halbwegs solide Ablöse einstreicht, dafür war die Entwicklung des Spielers in England zu schwach. Es gibt zwar andere Interessenten, aber ich persönlich finde die Idee einer Rückkehr fußballromantisch.
Füllkrug hat sich in der Bundesliga bereits treffsicher gezeigt – bei Werder und beim BVB. Er kann für die Kabine goldwert sein, auch wenn er mittlerweile 33 Jahre alt ist und in der Vergangenheit verletzungsanfällig war. In der letzten Saison bei West Ham hat sich die Situation aber gebessert.
Ob der Transfer sportlich das ist, was Bremen braucht, wird sich zeigen. Ich werde das Thema weiterverfolgen und euch auf dem Laufenden halten. Bleibt dran – es gibt noch viel Bewegung auf dem Transfermarkt.
Ein kräftiger Kick an alle!



