SENIOREN, Sie Nehmen Vitamin D FALSCH Ein! (Ärztin Erklärt) Dr.Klaus Müller

SENIOREN, Sie Nehmen Vitamin D FALSCH Ein! (Ärztin Erklärt) Dr.Klaus Müller

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Die Einnahme von Vitamin D, ein alltäglicher Vorgang für Millionen von Senioren in Deutschland, könnte genau das Gegenteil von dem bewirken, was er soll, und den Blutdruck gefährlich in die Höhe treiben. Neue Forschungsergebnisse, die in einer aktuellen Analyse des renommierten Kardiologen Dr. Klaus Müller vorgestellt wurden, enthüllen fünf fatale Fehler, die fast jeder macht, der das Sonnenvitamin zu sich nimmt.

Der häufigste und gefährlichste dieser Fehler kann den systolischen Blutdruck um bis zu 20 Punkte ansteigen lassen und damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall dramatisch erhöhen.

Dr. Klaus Müller, ein Experte für kardiovaskuläre Prävention, stützt seine Warnung auf eine Langzeitstudie, die im Journal of the American Heart Association veröffentlicht wurde. Diese Studie begleitete über 15.

000 Menschen acht Jahre lang und lieferte verblüffende Erkenntnisse. Vitamin D, wenn es richtig eingenommen wird, kann den Blutdruck um zehn bis 14 Punkte senken. Das entspricht der Wirkung eines zusätzlichen Blutdruckmedikaments, kostet nur wenige Cent pro Tag und hat keine Nebenwirkungen.

Doch die wenigsten erreichen diesen Effekt, weil sie elementare Regeln missachten.

Der erste und folgenschwerste Fehler ist der Zeitpunkt der Einnahme. Millionen von Menschen schlucken ihre Vitamin-D-Tablette morgens zum Frühstück. Genau das ist laut Dr.

Müller der größte Fehler. Vitamin D beeinflusst den zirkadianen Rhythmus, die innere 24-Stunden-Uhr des Körpers. Eine morgendliche Einnahme signalisiert dem Körper, dass es Tag ist und Zeit für Aktivität.

Das aktiviert das sympathische Nervensystem, schüttet Stresshormone aus und lässt die Blutgefäße sich zusammenziehen. Der Blutdruck steigt. Das Problem ist, dass durch die morgendliche Einnahme diese Aktivierung ständig verstärkt wird.

Der Körper wechselt nie vollständig in den nächtlichen Erholungsmodus.

Normalerweise sollte der Blutdruck im Schlaf um zehn bis 20 Prozent abfallen. In der Medizin wird dieses Phänomen als Dipping bezeichnet. Dieses nächtliche Absinken ist essenziell für die kardiovaskuläre Gesundheit, da es Herz und Arterien die Möglichkeit zur Erholung gibt.

Menschen, die Vitamin D morgens einnahmen, hatten ein gestörtes nächtliches Dipping. Ihr Blutdruck blieb nachts erhöht. Eine fehlende nächtliche Blutdruckabsenkung ist einer der stärksten Vorhersagefaktoren für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzinsuffizienz.

Die Forschung zeigt, dass Menschen, die dieselbe Dosis Vitamin D abends vor dem Schlafengehen einnahmen, das genaue Gegenteil erlebten.

Die abendliche Einnahme führte zu einem verstärkten nächtlichen Dipping, einem angemessenen Blutdruckabfall im Schlaf und einer besseren Erholung von Herz und Arterien. Über acht Jahre hinweg hatten diese Menschen 30 bis 40 Prozent weniger kardiovaskuläre Ereignisse, allein durch den geänderten Einnahmezeitpunkt. Die morgendliche Einnahme liefert im Durchschnitt kaum eine Blutdrucksenkung, weniger als zwei Punkte.

Die abendliche Einnahme erzielte im Durchschnitt Senkungen von zehn bis 14 Punkten. Gleiche Dosis, gleiche Form, nur der Zeitpunkt war anders.

Der zweite Fehler ist die Einnahme einer zu niedrigen Dosis. Die meisten ärztlich verschriebenen Dosen von 1000 bis 2000 IE täglich orientieren sich an den Leitlinien für die Knochengesundheit. Die optimalen Vitamin-D-Spiegel für den kardiovaskulären Schutz liegen jedoch deutlich höher.

Die Forschung zeigt, dass eine signifikante Blutdrucksenkung Vitamin-D-Spiegel zwischen 125 und 175 Nanomol pro Liter erfordert, nicht die 75 bis 125 Nanomol, die für die Knochen als ausreichend gelten. Um diesen Zielbereich zu erreichen, brauchen die meisten Menschen täglich 4000 bis 6000 IE D3.

Dr. Müller berichtet von Patienten, deren Spiegel bei 34 Nanogramm pro Milliliter lag, was für die Knochen in Ordnung war, aber für den Herzkreislaufschutz suboptimal. Nach der Dosiserhöhung auf 5000 internationale Einheiten D3 täglich, kombiniert mit K2 und Fischöl, sanken die Blutdruckwerte innerhalb von sechs Monaten um über 20 Punkte.

Die einzige Möglichkeit, die richtige Dosis sicher zu finden, ist die Kontrolle des Spiegels nach drei Monaten Supplementierung. Der Zielbereich liegt bei 50 bis 70 Nanogramm pro Milliliter.

Der dritte Fehler betrifft die Form des Vitamins. Verschreibungspflichtiges Vitamin D ist fast immer Vitamin D2, Ergocalciferol, eine synthetische Form. Die pharmazeutische Industrie bevorzugt D2, weil es patentierbar ist.

Doch D2 ist wesentlich weniger wirksam als D3, Cholecalciferol, die natürliche Form, die unsere Haut durch Sonnenlicht produziert. Aktuelle Forschungen zeigen, dass D3 etwa fünfmal wirksamer ist, wenn es darum geht, den Blutspiegel zu erhöhen. D3 bleibt länger im System, bindet effektiver an Vitamin-D-Rezeptoren und bietet deutlich besseren kardiovaskulären Schutz.

Menschen, die D2 einnahmen, zeigten kaum eine Blutdrucksenkung, selbst wenn ihr Spiegel sich normalisierte. Menschen, die D3 einnahmen, erzielten signifikante Verbesserungen. Dr.

Müller rät, auf die Verpackung zu schauen. Steht dort Ergocalciferol, handelt es sich um D2. Steht dort Cholecalciferol, ist es D3.

D3 ist in jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich. Wenn der Arzt D2 verschrieben hat, sollte man ihn darauf ansprechen und um den Wechsel zu D3 bitten.

Der vierte Fehler ist die Einnahme von Vitamin D ohne ausreichend Fett. Dieser Fehler erklärt, warum bei so vielen Menschen der Vitamin-D-Spiegel trotz monatelanger Supplementierung kaum ansteigt. Vitamin D ist fettlöslich.

Es muss zusammen mit Nahrungsfett eingenommen werden, um richtig absorbiert zu werden. Wer seine Tablette morgens mit einem Glas Wasser oder einem fettarmen Frühstück nimmt, verschwendet den größten Teil des Vitamins. Neuere Forschungen zeigen zudem, dass Vitamin D am besten zusammen mit Omega-3-reichen Fetten eingenommen werden sollte.

Omega-3-Fettsäuren verbessern die Absorption und reduzieren gleichzeitig Entzündungen, die Vitamin-D-Rezeptoren blockieren können. Dr. Müller erlebte Patienten, deren Spiegel nach jahrelanger Einnahme kaum über 30 Nanogramm pro Milliliter lag, allein weil sie das Vitamin ohne geeignetes Fett einnahmen.

Nach dem Wechsel auf Fischöl als Begleitfett sprang der Spiegel in drei Monaten von 28 auf 58. Ein Esslöffel Fischöl oder Lebertran täglich ist ideal. Alternativ eine Handvoll Walnüsse oder ein Esslöffel Leinöl.

Entscheidend sind die Omega-3-Fettsäuren, nicht irgendein Fett.

Der fünfte und letzte Fehler ist die Einnahme von Vitamin D ohne Vitamin K2. Das ist nicht nur eine Frage der Wirksamkeit. Dieser Fehler kann die Dinge aktiv verschlechtern, weil er dazu führt, dass sich Calcium in den Arterienwänden ablagert.

Vitamin D steigert die Calciumaufnahme aus der Nahrung. Das ist gut für die Knochen, aber dieses Calcium muss irgendwohin. Ohne Vitamin K2 kann es sich in Weichgeweben ablagern, auch in den Arterienwänden.

Vitamin K2 aktiviert bestimmte Proteine, die Calcium gezielt in die Knochen lenken und es gleichzeitig aus den Arterienwänden fernhalten.

Dr. Müller hat Patienten behandelt, die jahrelang hochdosiert Vitamin D einnahmen ohne K2 und deren Blutdruck dabei kontinuierlich stieg, weil das gesamte zusätzliche Calcium ihre Arterien steifer gemacht hatte. Die Lösung ist einfach.

Nehmen Sie immer Vitamin D3 zusammen mit Vitamin K2, am besten in der MK7-Form, 100 bis 200 Mikrogramm täglich. Es gibt Kombinationspräparate, die beide Wirkstoffe in einer Kapsel enthalten. Studien zeigen, dass die Kombination aus D3 und K2 bestehende Arterienverkalkung über die Zeit sogar teilweise rückgängig machen kann.

Dr. Müller hat ein vollständiges Protokoll entwickelt, das Vitamin D seinen maximalen Einfluss auf den Blutdruck entfalten lässt. Erstens die Form: Vitamin D3, Cholecalciferol, nicht D2.

Zweitens die Dosis: 4000 bis 6000 internationale Einheiten täglich, nicht 1000 oder 2000. Drittens die Kofaktoren: Vitamin K2 in der MK7-Form, 100 bis 200 Mikrogramm täglich. Das verhindert arterielle Verkalkung.

Viertens das Fett: Alles zusammen mit einem Esslöffel Fischöl oder Lebertran einnehmen. Fünftens und entscheidend der Zeitpunkt: Alles abends vor dem Schlafengehen, nicht morgens.

Machen Sie es zur festen Routine. Zähne putzen, dann 5000 internationale Einheiten D3, 200 Mikrogramm K2 und einen Esslöffel Fischöl einnehmen, dann schlafen gehen. So arbeitet Vitamin D mit dem natürlichen zirkadianen Rhythmus, nicht dagegen.

Sechstens die Kontrolle: Lassen Sie nach drei Monaten Ihren Vitamin-D-Spiegel beim Arzt prüfen. Zielbereich 50 bis 70 Nanogramm pro Milliliter. Liegt der Wert darunter, erhöhen Sie die Dosis in Absprache mit Ihrem Arzt.

Siebtens die Blutdruckkontrolle: Messen Sie in den ersten Wochen zweimal täglich, morgens und abends.

Die meisten Menschen sehen signifikante Verbesserungen innerhalb von acht bis zwölf Wochen bei richtiger Supplementierung. Wenn der Blutdruck sinkt, sollte man mit dem Arzt über eine mögliche Dosisreduktion der Medikamente sprechen. Setzen Sie niemals eigenmächtig etwas ab.

Ein wichtiger Sicherheitshinweis: Vitamin D in diesen Dosierungen ist für die meisten Menschen sicher. Wenn Sie jedoch Nierenerkrankungen, Sarkoidose oder bestimmte andere Erkrankungen haben, sprechen Sie unbedingt vorher mit Ihrem Arzt. Wenn Sie Blutverdünner einnehmen, klären Sie vor der Einnahme von K2 mögliche Wechselwirkungen ab.

Das Fazit von Dr. Klaus Müller ist eindeutig: Ihre Vitamin-D-Supplementierung wirkt möglicherweise kaum, weil Sie einen oder mehrere dieser fünf Fehler machen. Die morgendliche statt abendliche Einnahme ist der größte.

Sie nimmt Vitamin D fast den gesamten kardiovaskulären Nutzen. D2 statt D3 bringt minimalen Effekt. Eine zu niedrige Dosis verhindert das Erreichen optimaler Spiegel.

Fehlendes K2 begünstigt arterielle Verkalkung und Vitamin D ohne Omega-3-Fette wird kaum aufgenommen. Korrigieren Sie alle fünf Fehler und Vitamin D wird zu einem wirksamen Mittel gegen Bluthochdruck, so wirksam wie ein Medikament ohne Nebenwirkungen für wenige Cent am Tag jeden Abend während Sie schlafen.