Die Reederei hat eine andere Version zu den Vorgängen zur Freilassung von Hope veröffentlicht.

Die Kontroversen um die Rettung des Wals Hope nehmen kein Ende. Während die Reederei Jeb eine andere Sichtweise auf die Geschehnisse präsentiert, bleibt die Aufregung in der Öffentlichkeit groß. Die Vorwürfe von Dr. Kirsten Tönnis, die an der Rettungsaktion beteiligt war, werden vehement zurückgewiesen.

In einem aktuellen Schreiben betont die Reederei, dass die Vorwürfe von Dr. Tönnis, sie sei ausgeschlossen und belogen worden, unbegründet seien. Stattdessen zeichnen sie ein Bild von einer verantwortungsvollen Rettungsaktion, die von einem erfahrenen Team durchgeführt wurde. Die Crew berichtet von einem angespannten Verhältnis zu Dr. Tönnis, die sich wiederholt unzulässig in den Arbeitsbereich des Kapitäns gedrängt haben soll. Laut der Crew war das Verhalten der Tierärztin belastend und störend, was schließlich dazu führte, dass der Kapitän sich in seine Kabine zurückzog, um Ruhe zu finden.

Die Reederei hebt hervor, dass die Sicherheit an Bord oberste Priorität hatte und dass die Bedingungen auf See schwierig waren. Sie argumentieren, dass die Entscheidung, Dr. Tönnis nicht auf der Barge übernachten zu lassen, aus Sicherheitsgründen getroffen wurde. Zudem wird betont, dass es kein generelles Filmverbot gab, sondern nur Aufnahmen der Crew aus Datenschutzgründen untersagt wurden.

In einem neuen Bericht wird jedoch auch auf die Verletzungen von Hope eingegangen. Der Tiktoker Jim Salabim hat in Zusammenarbeit mit einem Bildreporter die Wunden des Wals dokumentiert. Insbesondere eine tiefe Einkerbung an der Schwanzflosse wirft Fragen auf. Experten vermuten, dass diese Verletzungen möglicherweise von den Seilen stammen, die während der Rettungsversuche verwendet wurden.

Am 1. Mai wurde Hope in einem dramatischen Versuch aus seiner Barge in die Nordsee bewegt. Drohnenaufnahmen zeigen die hektischen Versuche, das Tier zu befreien, die offenbar nicht ohne Folgen blieben. Am 2. Mai gelang schließlich die Freilassung, doch es bleibt unklar, ob die Verletzungen des Wals durch diesen Prozess verursacht wurden.

Die Reederei hat in einem Schreiben eingeräumt, dass Hope während der Rettungsaktion mit einem Schlepper in Position gehalten wurde. Die Verantwortlichkeiten scheinen jedoch unklar, da unterschiedliche Aussagen über die Absprachen zwischen den Beteiligten kursieren. Karin Walter Mom, eine der Geldgeberinnen der Rettungsmission, bestreitet, dass die Rettungsaktion so brutal durchgeführt wurde, wie es von einigen Seiten dargestellt wird.

Die Diskussion über die genauen Umstände von Hopes Verletzungen und die Rettungsaktion bleibt angespannt. Die Behörden planen, Hope zu obduzieren, um mehr Klarheit über die Verletzungen zu erhalten. Während die Öffentlichkeit auf Antworten wartet, bleibt die Frage: Was geschah wirklich bei der Rettung von Hope?

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