Fabian-Prozess: Auffällige Sprachnachrichten belasten Gina H.

Fabian-Prozess: Auffällige Sprachnachrichten belasten Gina H.

Neue belastende Indizien am zehnten Prozesstag im Fall Fabian

Prozess um Mord an Fabian: Bekannter von Gina H. spricht über Fabian und  seinen Vater | Regional | BILD.de

Rostock – Der zehnte Verhandlungstag im Mordprozess um den achtjährigen Fabian verlief zwar deutlich kürzer als die bisherigen Termine, brachte jedoch erneut belastende Hinweise gegen die Angeklagte Gina H. ans Licht.

Als erster Zeuge sagte ein Bekannter der Angeklagten aus, der sie bereits seit ihrer Jugend kennt und während des Verschwindens sowie nach dem Auffinden des Jungen regelmäßig Kontakt zu ihr hatte. Vor Gericht schilderte er mehrere Situationen, die ihm rückblickend ungewöhnlich erschienen. Besonders auffällig sei eine Sprachnachricht gewesen, in der Gina H. davon gesprochen habe, dass bei Brand- und Wasserleichen keine DNA-Spuren mehr nachweisbar seien.

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Der zweite Zeuge war ein Ermittler der Kriminalpolizei Rostock, der die umfangreiche Auswertung der Mobiltelefone von Gina H. und Matthias R., dem Vater des getöteten Jungen, vorgenommen hatte. Nach seinen Angaben wurden auf dem Smartphone der Angeklagten täglich durchschnittlich rund 300.000 Interaktionen registriert. Die Auswertung ergab, dass Gina H. ihr Telefon nahezu ununterbrochen nutzte und mit zahlreichen Personen kommunizierte.

Besonders brisant: Das Handy sei lediglich zweimal ausgeschaltet worden – ausgerechnet in dem Zeitraum, in dem Fabian mutmaßlich getötet wurde, sowie während des Zeitfensters, in dem Gina H. die Leiche angeblich zufällig entdeckte. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt. Dann soll einer der Männer aussagen, die Gina H. nach der Tat zum späteren Fundort der Leiche geführt haben soll.