EILMELDUNG im Fall Fabian: Nun wird gegen den Vater ermittelt! 🚨

Ermittlungen gegen Fabians Vater wegen möglicher Falschaussage

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Rostock. Im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow ist es zu einer überraschenden Wendung gekommen. Die Staatsanwaltschaft Rostock hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Vater des Jungen, Matthias R., eingeleitet. Der Verdacht lautet auf mögliche Falschaussage vor Gericht.

Matthias R. gilt als einer der wichtigsten Zeugen im Verfahren gegen die 30-jährige Gina H., die wegen Mordes an Fabian angeklagt ist. Die Frau war die damalige Lebensgefährtin des Vaters und befindet sich seit November 2025 in Untersuchungshaft. Für die Angeklagte gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

Bereits am dritten Verhandlungstag hatte Matthias R. für Aufsehen gesorgt. Vor Gericht erklärte er, weiterhin an die Unschuld von Gina H. zu glauben. Zudem bestätigte er, dass die Beziehung zu ihr trotz der schweren Vorwürfe fortbestehe und er sie regelmäßig in der Untersuchungshaft besuche.

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Besonders kritisch bewertete die Staatsanwaltschaft jedoch Widersprüche in seinen Aussagen. Während Matthias R. kurz nach dem Fund der Leiche im Oktober 2025 gegenüber der Polizei erklärt haben soll, er traue Gina H. die Tat grundsätzlich zu und halte sie für stark eifersüchtig, konnte oder wollte er sich vor Gericht an diese Aussagen nicht mehr erinnern. Als Begründung gab er an, damals alkoholisiert gewesen zu sein.

Oberstaatsanwalt Harald Nowak bezeichnete diese Kehrtwende als „wenig nachvollziehbar“. Nach Einschätzung der Anklage sei Matthias R. nicht mehr an einer objektiven Wahrheitsfindung interessiert. Vielmehr habe Gina H. offenbar erheblichen Einfluss auf ihn ausgeübt und eine Wiederannäherung erreicht.

Der Fall wirft damit nicht nur Fragen zur möglichen Tat selbst auf, sondern auch zur Rolle des Vaters im laufenden Verfahren. Das Gericht muss nun bewerten, welche Glaubwürdigkeit seinen Aussagen zukommt.

Der Mordprozess wird in den kommenden Wochen mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Beobachter rechnen damit, dass die neuen Ermittlungen gegen Matthias R. zusätzliche Bedeutung für den Ausgang des Verfahrens gewinnen könnten.