Die Hitze war unerträglich. Schweiß rann ihm den Rücken hinunter, während die alte Klimaanlage im Wohnzimmer gegen die stickige Luft kämpfte – und verlor. Die angrenzenden Zimmer blieben brutzelnd…

Die Hitze war unerträglich. Schweiß rann ihm den Rücken hinunter, während die alte Klimaanlage im Wohnzimmer gegen die stickige Luft kämpfte – und verlor. Die angrenzenden Zimmer blieben brutzelnd...

Die Hitze war unerträglich. Er stand in der Wohnung, der Schweiß rann ihm den Rücken hinunter, und die Klimaanlage im Wohnzimmer kämpfte vergeblich gegen die stickige Luft. Die kalte Brise blieb dort, wo sie war, und die angrenzenden Zimmer blieben brutzelnd heiß. Eine zweite Klimaanlage konnte er sich nicht leisten.

Thumbnail

Dann fiel ihm ein alter Müllsack ein. Er zog ihn über den Luftauslass der Klimaanlage, formte einen provisorischen Luftkanal und klebte ihn mit Klebeband fest. Als er das Gerät einschaltete, strömte die kühle Luft nicht mehr in den Raum, sondern direkt in den Nebenraum. Die Tür stand offen, und nach wenigen Minuten spürte er die Kühle auf der Haut.

Er lächelte. Es funktionierte. Doch der Trick reichte nicht. Der nächste Raum war noch immer aufgeheizt, und er wollte nicht ständig den Schlauch umlegen.

Also griff er zu einer Plastikflasche und einem PVC-Rohr. Mit einem Lötkolben schmolz er kleine Löcher in die Flasche, steckte das Rohr in den Flaschenhals und umwickelte alles mit Isolierband. Dann wiederholte er den Vorgang mit einer zweiten Flasche. Er befestigte beide an der Vorder- und Rückseite seines Ventilators, füllte einen Behälter mit Eiswürfeln und stellte ihn davor.

Als er den Ventilator einschaltete, strömte die Luft durch das Eis und trat kühl aus den Rohren aus. Der Raum wurde erträglicher, aber das Eis schmolz schnell. Er suchte nach einer besseren Lösung. Ein Freund hatte ihm einmal von Salz im Wasser erzählt.

Salz senke den Gefrierpunkt, das Eis werde kälter und schmelze langsamer. Er füllte einen Liter Wasser in ein Gefäß, rührte einen Esslöffel Salz ein und goss die Lösung in Eiswürfelformen. Als die Würfel gefroren waren, gab er sie in eine Metallschüssel und stellte sie vor den laufenden Ventilator. Die Luft, die über das Eis strich, war spürbar kälter.

Ein angenehmer Schauer lief über seinen Körper. Endlich fühlte sich die Wohnung kühl an. Doch er wollte mehr. Er nahm zwei große Plastikflaschen, schnitt den Boden nicht komplett ab, sondern ließ eine Klappe stehen.

Dann schmolz er viele kleine Löcher in die Flaschen, füllte sie mit den Salzeiswürfeln und befestigte sie mit Kabelbindern an der Rückseite des Ventilators. Er drehte die Verschlüsse leicht auf, damit die Luft besser strömen konnte. Der Ventilator saugte die Luft durch die Eisflaschen und blies eine eisige Brise in den Raum. Die Temperatur fiel um mehrere Grad.

Er setzte sich davor und schloss die Augen. Die Hitze war besiegt. Keine teure Klimaanlage, kein Spezialwerkzeug. Ein Müllsack, ein paar Flaschen, ein Ventilator und etwas Salz – mehr brauchte es nicht.

Er faltete den Müllsack zusammen, verstaute die Flaschen und lehnte sich zurück. Die Wohnung war angenehm kühl, und er hatte kein Vermögen ausgegeben. Einfach und genial.