Die ersten dunklen Flecken ignorierte ich. Sie waren klein, in der Ecke hinter dem Schrank, kaum sichtbar. Aber nach einigen Nächten wurden sie größer, schwärzer. Ich rieb mit dem Finger darüber –…

Die ersten dunklen Flecken ignorierte ich. Sie waren klein, in der Ecke hinter dem Schrank, kaum sichtbar. Aber nach einigen Nächten wurden sie größer, schwärzer. Ich rieb mit dem Finger darüber –...

Die ersten dunklen Flecken ignorierte ich. Sie waren klein, in der Ecke hinter dem Schrank, kaum sichtbar. Aber nach einigen Nächten wurden sie größer, schwärzer. Ich rieb mit dem Finger darüber – es ließ sich nicht abwischen.

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Kein gewöhnlicher Schmutz. Ich musste handeln, bevor es teuer wurde. Ohne Fachmann. Ein Tipp aus dem Internet brachte mich auf eine Idee: Alufolie.

Ich schnitt ein großes Stück ab, klebte es mit Malerkrepp sorgfältig über die betroffene Stelle. Die Folie musste dicht anliegen, den ganzen Fleck bedecken. Dann ließ ich es über Nacht dort. In der Nacht steigt die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise.

Wir atmen, schwitzen, geben Feuchtigkeit ab. Die Wand kühlt aus, Kondenswasser bildet sich genau dort, wo die Luft schlecht zirkuliert. Die Alufolie schützt die Stelle wie eine Barriere. Am nächsten Morgen zog ich die Folie ab.

Die Rückseite war feucht. Die Wand darunter fühlte sich kühl an. Jetzt wusste ich es genau: Feuchtigkeit war der Auslöser. Ein stiller Feind, der sich in den Ecken festsetzt.

Ich musste den Schimmel loswerden. Nicht nur verschwinden lassen, sondern endgültig. Ich mischte ein Hausmittel, von dem alle sprachen: Essig und Wasserstoffperoxid zu gleichen Teilen, dazu zehn bis zwanzig Tropfen Teebaumöl. Die Mischung roch scharf, fast medizinisch.

Ich füllte sie in eine Sprühflasche und besprühte die Wand großzügig, ließ es ein paar Tage einwirken. Als ich die Reste abwischte, war der Schimmel verschwunden. Ein gutes Gefühl. Doch an den Fenstern tauchten neue Flecken auf.

Im Winter beschlagen die Scheiben, das Kondenswasser sammelt sich an den Dichtungen. Ich wusste, wenn ich das ignorierte, würde der Schimmel zurückkommen – schneller, als ich denken konnte. Ich öffnete die Fenster anders. Die meisten Kunststofffenster haben eine versteckte Funktion: den Griff schräg stellen, auf zwei oder vier Uhr.

So entsteht ein schmaler Spalt, die Luft zirkuliert, ohne dass die Kälte hereinströmt. Beim Kochen schaltete ich immer die Dunstabzugshaube ein. Im Badezimmer lüftete ich nach dem Duschen konsequent. Trotzdem: An den Fensterdichtungen hielt sich der Schimmel hartnäckig.

Ich probierte einen anderen Trick. Ich mischte Essig mit Wasser im Verhältnis eins zu eins in einen Zerstäuber. In eine Schüssel gab ich Natron und wenig Wasser, bis eine dicke Schaumpaste entstand. Den Schaum strich ich auf die Dichtungen, bürstete sie gründlich.

Danach besprühte ich die Fenster mit der Essig-Wasser-Lösung, wartete fünfzehn Minuten, wischte alles mit einem Mikrofasertuch ab. Die Dichtungen wurden weiß. Der muffige Geruch verschwand. Doch in der Wohnung roch es immer noch schwer, besonders in den Schränken und Ecken.

Ich stellte zwei kleine Schalen auf die Fensterbänke. In jede Schale füllte ich Reis – keinen Schnellkochreis, der vorgekocht ist und selbst schimmeln kann. Reis saugt Feuchtigkeit auf, ein natürlicher Absorber. Dann steckte ich einige Nelken hinein, deren ätherische Öle das Wachstum von Pilzen hemmen.

Dazu vier oder fünf Lorbeerblätter, die antibakteriell wirken und Gerüche neutralisieren. Die Schalen standen da, unscheinbar, aber sie wirkten. Die Luft wurde klarer, der Geruch frischer. Im Badezimmer, in den Fugen der Dusche, zeigte sich der Schimmel am hartnäckigsten.

Ich griff zu einem weiteren Hausmittel. In eine Sprühflasche gab ich zwei Teelöffel Geschirrspülmittel und ein Glas Essig. Schüttelte die Mischung kräftig. Dann sprühte ich die Fliesen, die Duschwände, die Fugen ein.

Nach kurzer Einwirkzeit wischte ich mit einem Tuch nach – die Oberflächen glänzten, die Fugen waren sauber. Wie neu. Aber eine Stelle an der Wand – in der Ecke, wo die Farbe dunkel war – ließ sich nicht vollständig beseitigen. Die Flecken blieben, trotz aller Mittel.

Ich wollte nicht aufgeben. Ich nahm zwei Zitronen, rollte sie mit der Handfläche hin und her, damit sie mehr Saft gaben. Dann presste ich sie aus. In den Saft rührte ich einen kleinen Löffel granulierten Knoblauch.

Das Allicin im Knoblauch hemmt das Wachstum von Pilzen. Weil die Wandfarbe dunkel war, gab ich noch ein paar gemahlene Nelken hinzu. Die Mischung goss ich durch ein feuchtes Tuch in eine andere Schale, dann in eine Plastikflasche mit Sprühkopf. Ich sprühte die Lösung auf die verbliebenen Flecken.

Warte, ließ es einziehen. Nach einer Woche war die Stelle hell. Kein Schimmel mehr. Seitdem prüfe ich die Wände regelmäßig mit einem Stück Alufolie.

Ich lüfte, mische meine Sprays selbst und stelle Schalen mit Reis, Nelken und Lorbeerblättern auf. Der Schimmel kommt nicht zurück. Ich brauche keinen Fachmann, keine teuren Chemikalien.

Nur ein paar einfache Zutaten und die Bereitschaft, hinzusehen.