Im Prozess gegen Fabian: Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte schockierende Informationen.

Im Prozess um den Tod des jungen Fabian hat die Staatsanwaltschaft am heutigen Verhandlungstag für eine überraschende Wendung gesorgt. Wie bekannt wurde, wird nun auch gegen Matthias Erpunkt, den Vater des Jungen, wegen des Verdachts der Falschaussage ermittelt. Hintergrund sind erhebliche Widersprüche zwischen seinen früheren Aussagen bei der Polizei und seiner Aussage vor Gericht. Zudem sorgt seine erneute Beziehung zur Angeklagten Gina Harpunkt für zusätzliche Fragen. Die Staatsanwaltschaft sieht darin mögliche Hinweise auf eine bewusste Falschaussage und leitete deshalb Ermittlungen ein.

Besonders emotional wurde es, als zwei enge Freunde von Fabian als Zeugen gehört wurden. Die Jungen, erst neun und elf Jahre alt, wurden aus Schutzgründen per Videoschalte zugeschaltet. Nur der vorsitzende Richter durfte ihnen direkt Fragen stellen. Beide beschrieben Fabian als lebensfrohen und beliebten Jungen. Sie erzählten von gemeinsamen Nachmittagen auf dem Trampolin, beim Spielen draußen oder vor dem Computer.

Auch Fabians Klassenlehrerin sagte aus und schilderte ihn als wichtigen Teil der Klassengemeinschaft. Die Mutter eines der Freunde erklärte sichtlich bewegt, Fabian sei ein Kind gewesen, „das man einfach lieb haben musste“. Der Prozess zeigt damit nicht nur die juristische, sondern auch die tragische menschliche Dimension des Falls.