Pumpgun-Ronny: Der maskierte Bankräuber, der Österreich in Angst versetzte
Mitte der 1980er Jahre sorgt ein mysteriöser Täter in Österreich für Angst und Schlagzeilen. Bewaffnet mit einer Pumpgun und maskiert mit dem Gesicht des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan begeht der sogenannte „Pumpgun-Ronny“ eine Serie brutaler Verbrechen und spektakulärer Banküberfälle.
Alles beginnt am 12. August 1985 in St. Pölten. Der 28-jährige Familienvater Ewald P. wird vor seiner Haustür erschossen. Der Täter schlägt zuvor mit der Pumpgun das Türspionfenster ein und zwingt sein Opfer, die Tür zu öffnen. Wenige Monate später werden ein Wiener Polizist und eine Prostituierte ebenfalls mit derselben Waffe ermordet. Die Polizei steht vor einem Rätsel: kein klares Motiv, kaum Zeugen und keine brauchbaren Spuren.
1987 taucht der Täter erneut auf – diesmal als Bankräuber. Mit Ronald-Reagan-Maske und Pumpgun überfällt er mehrere Banken in Wien und Niederösterreich. Dabei erbeutet er umgerechnet fast 900.000 Euro. Besonders auffällig: Der Räuber bleibt ruhig, zählt oft noch das Geld in der Bank und verletzt niemanden. Viele Menschen sehen in ihm deshalb eine Art „Robin Hood“, der nur Banken beraubt und der Polizei immer entkommt.
Die Medien geben ihm den Namen „Pumpgun-Ronny“. Während die Polizei verzweifelt nach dem Täter sucht, wächst sein Mythos in der Öffentlichkeit. Die damaligen Sicherheitsmaßnahmen waren schwach, Überwachungskameras lieferten kaum brauchbare Bilder und Pumpguns waren frei erhältlich.
Erst Jahre später führt eine Spur aus dem Umfeld des ersten Mordopfers zu einem Verdächtigen namens Johann K. Damit beginnt die Aufklärung eines der spektakulärsten Kriminalfälle Österreichs der 1980er Jahre.



