Hells Angel vor seinem Haus in Wassenberg erschossen

In der beschaulichen Stadt Wassenberg sorgt ein brutaler Mordfall für Angst und Spekulationen. Am Montagabend wurde ein mutmaßliches Mitglied der Hells Angels direkt vor seinem Wohnhaus erschossen. Zeugen berichteten von mehreren Schüssen gegen 20 Uhr. Kurz darauf entdeckten Einsatzkräfte den schwer verletzten Mann in der Einfahrt seines Hauses. Jede Hilfe kam zu spät.

Neuer Rockerkrieg in NRW?: Hells Angel vor seinem Haus erschossen |  Regional | BILD.de

Die Spuren am Tatort deuten auf einen gezielten Angriff hin. Einschusslöcher an einem schwarzen Audi sowie Blutspuren auf dem Pflaster zeugen von der Brutalität der Tat. Nachbarn beschrieben das Opfer als äußerst zurückgezogen. Gemeinsam mit seiner Frau und zwei Kindern lebte der Mann hinter hohen Mauern und unter ständiger Videoüberwachung. Offenbar hatte er bereits zuvor Angst um sein Leben. Medienberichten zufolge soll es in der Vergangenheit schon einen Anschlag auf ihn gegeben haben.

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Die Ermittler halten sich mit Details zum Motiv bislang bedeckt. In der Rockerszene kursieren jedoch Gerüchte über mögliche Verbindungen zu den Bandidos. Auch finanzielle Probleme, Glücksspielschulden oder Streitigkeiten im kriminellen Milieu werden diskutiert. Offiziell bestätigt ist davon bislang nichts.

Besonders brisant ist die Sorge vor einer neuen Eskalation zwischen rivalisierenden Rockergruppen in Nordrhein-Westfalen. Experten warnen seit Jahren, dass Konflikte zwischen den Clubs häufig mit Gewalt ausgetragen werden. Ähnliche Auseinandersetzungen zwischen den Hells Angels und den Bandidos führten in der Vergangenheit bereits international zu schweren Gewalttaten.