Der Axtmörder von Hietzing: Familienvater tötet Frau, Tochter und Eltern

Am 13. Mai 2008 wird Österreich von einem der schockierendsten Verbrechen seiner Kriminalgeschichte erschüttert. In den frühen Morgenstunden betritt der 39-jährige Robert S. eine Polizeistation im Wiener Bezirk Hietzing und erklärt ruhig: „In meiner Wohnung liegen meine tote Frau und mein totes Kind.“ Was die Ermittler wenig später entdecken, übertrifft jede Vorstellungskraft.
Robert S., ein gebildeter und nach außen hin freundlicher Familienvater, hatte seine Ehefrau Brigitte und die gemeinsame siebenjährige Tochter mit einer Axt ermordet. Seine Frau überraschte er im Badezimmer und schlug mehrfach mit der stumpfen Seite der Axt auf sie ein. Anschließend tötete er seine Tochter in ihrem Kinderzimmer. Laut Ermittlungen versuchte er danach sogar, dem bereits toten Mädchen den Kopf abzusägen.
Nach der Tat deckte er beide Opfer zu und platzierte Stofftiere um die Leiche seiner Tochter – ein Detail, das Psychiater später als Ausdruck einer gestörten emotionalen Bindung interpretierten.

Doch damit war die Mordserie noch nicht beendet. Robert S. fuhr anschließend zu seinen Eltern nach Oberösterreich. Dort erschlug er zuerst seine Mutter und danach seinen Vater. Insgesamt tötete er innerhalb weniger Stunden vier enge Familienmitglieder.
Besonders erschütternd: Nach außen galt Robert S. als ruhiger, intelligenter und liebevoller Vater. Nachbarn beschrieben die Familie als harmonisch. Der Täter arbeitete im Umfeld des österreichischen Parlaments, war belesen und interessierte sich für Philosophie. Experten sprechen später von einem emotional isolierten Mann mit nihilistischen Weltanschauungen und tiefen inneren Spannungen.
Der Fall ging als „Axtmord von Hietzing“ in die österreichische Kriminalgeschichte ein. Bis heute gilt die Tat als eines der grausamsten Familiendramen des Landes.



