Der FC Bayern München muss nach dem Telekom Cup gegen RB Leipzig um Jamal Musiala bangen, doch Sportvorstand Max Eberl gab Entwarnung: Der Offensivstar erlitt keine schwere Verletzung, sondern Kreislaufprobleme aufgrund der extremen Hitze in der Allianz Arena. Bei Temperaturen von knapp 35 Grad Celsius war Musiala in der zweiten Halbzeit zusammengebrochen und kurzzeitig bewusstlos gewesen. Die medizinische Untersuchung ergab, dass es ihm gut gehe, wie Eberl der Bild mitteilte.
Musiala soll nun zwei Tage geschont werden und dann wieder ins Training einsteigen. Damit droht kein Ausfall für das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund am kommenden Wochenende. Auch Konrad Laimer und Min Kim mussten verletzungsbedingt vom Feld – bei beiden gab es Oberschenkelprobleme.
Doch nicht nur die Personalsorgen beim Rekordmeister sorgen für Schlagzeilen. Eberl bestätigte zudem, dass Joao Palhinha den Verein noch in diesem Sommer verlassen könnte. Der Portugiese stand im Telekom Cup nicht im Kader, weil laufende Gespräche über einen Transfer stattfanden.
Eberl räumte ein, während des Spiels mehrfach telefoniert zu haben. Auf die Frage, ob Newcastle United der Interessent sei, antwortete er mit einem Lächeln: „Es ist ein langer Prozess, aber aktuell kann ich nichts verkünden. “ Der Mittelfeldspieler war erst im vergangenen Sommer für rund 50 Millionen Euro vom FC Fulham nach München gekommen, konnte sich aber nicht durchsetzen.
In einer weiteren überraschenden Entwicklung hat sich Jürgen Klopp bei seiner offiziellen Vorstellung als neuer Bundestrainer klar zu den Medien geäußert und später seine Kritik relativiert. „Was mir wirklich nicht gefallen hat, war, dass ich die Möglichkeit gegeben habe, diese Medienkritik zur Schlagzeile zu machen. Das war mein Fehler“, sagte Klopp auf dem Sender des DFB.
Bei seiner Vorstellung am 24. Juli hatte er sogar gedroht, sein Amt sofort niederzulegen, sollte die Privatsphäre seiner Familie verletzt werden. Er begründete dies mit seinen Erfahrungen in England nach dem Abschied von Liverpool.
Klopp dementierte zudem entschieden, dass er dem Kölner Talent Side Elmala einen Wechsel zu Borussia Dortmund empfohlen habe. „Es hat mich ein bisschen genervt, dass die Leute glauben, ich wäre so dumm, dass ich als erste offizielle Amtshandlung einen Spieler anrufe und ihm sage: Borussia Dortmund wäre gut für dich“, stellte der 57-Jährige klar.
Währenddessen nimmt der Transferpoker um Manchester Citys Mittelfeldstar Rodri eine entscheidende Wendung. Der FC Barcelona hat nach Informationen von Transfer-Experte Fabrizio Romano ein drittes Angebot über etwa 70 Millionen Euro abgegeben. Die Katalanen wollen die Verhandlungen mit den Skyblues damit endgültig zum Abschluss bringen.
Innerhalb Barcelonas herrscht großes Vertrauen, dass eine Einigung erzielt werden kann. Der spanische Nationalspieler drängt weiterhin auf einen Wechsel und steht nahezu täglich mit seinen Nationalmannschaftskollegen in Kontakt, die für Barcelona spielen. Manchester City prüft das Angebot intern, in den kommenden 24 bis 48 Stunden sollen weitere Gespräche folgen.
Rodri selbst geht offenbar davon aus, künftig für die Katalanen zu spielen.
Auch bei Borussia Dortmund gibt es Bewegung. Der BVB ist laut Matteo Moretto der Favorit auf die Verpflichtung von Hector Ford, dem Rechtsverteidiger des FC Barcelona. Der 20-Jährige verbrachte die vergangene Saison auf Leihbasis beim FC Elche und hat bei Barcelona kaum Perspektiven auf regelmäßige Einsatzzeiten.
Erste Gespräche zwischen Dortmund und Barcelona haben bereits stattgefunden. Die Ablösesumme soll zwischen zehn und 20 Millionen Euro liegen, abhängig von einer Weiterverkaufsbeteiligung. Neben dem BVB gilt auch die Premier League als Option, doch Dortmund hat derzeit die besten Chancen.
Eintracht Frankfurt hat einen Abnehmer für Stürmer Noel Futke gefunden. Der 23-Jährige, der in der vergangenen Zweitligasaison für die SpVgg Greuther Fürth 20 Tore erzielte und fünf vorbereitete, wird zum SV Elversberg wechseln. Frankfurt hatte Futke für 1,3 Millionen Euro per Rückkaufklausel zurückgeholt, aber schnell erkannt, dass er in der Bundesliga keine Zukunft hat.
Nun wechselt der Rechtsfuß auf Leihbasis zum saarländischen Club, der zudem eine Kaufoption in Höhe von sechs Millionen Euro erhält. Futke hatte mit seinen Toren maßgeblich zum Klassenerhalt von Greuther Fürth beigetragen und sich die Torjägerkanone der 2. Bundesliga gesichert.
Borussia Mönchengladbach und Nico Elvedi stehen vor dem Ende ihrer elfjährigen Zusammenarbeit. Der Schweizer Nationalspieler steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Leeds United in die Premier League. Nach Sky-Informationen haben sich beide Vereine auf eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro geeinigt.
Zudem erhält Gladbach eine 15-prozentige Weiterverkaufsbeteiligung. Der 28-Jährige hatte sich bereits mit Leeds auf einen Vertrag bis 2029 geeinigt. Der Medizincheck soll in Kürze folgen.
Elvedi fehlte zuletzt bereits im Testspiel gegen Aston Villa. Sein Vertrag bei den Fohlen läuft im kommenden Sommer aus.
Die Nachrichtenlage bleibt angespannt: Während der FC Bayern die Verletzungssorgen um Musiala vorerst ausräumen kann, steht der Kader vor weiteren Veränderungen. Eberl bestätigte, dass Palhinha gehen darf, und auch bei anderen Spielern könnte es noch Bewegung geben. Klopp wiederum nutzte seine erste Pressekonferenz als Bundestrainer, um klare Grenzen zu ziehen – und räumte später ein, dass er dabei zu scharf formuliert habe.
Der Transfermarkt brodelt: Barcelona erhöht das Angebot für Rodri, Dortmund jagt Ford, und Elversberg sichert sich einen Top-Torjäger aus der zweiten Liga. Die nächsten Stunden und Tage werden entscheidend sein.



