Mordfall Fabian: Polizistin bricht vor Gericht in Tränen aus

Mordfall Fabian: Polizistin bricht vor Gericht in Tränen aus

Mordfall Fabian: Belasten die Spuren am Fundort Gina H.? | STERN.de

Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian am Landgericht Rostock kam es zu einem besonders emotionalen Moment. Am aktuellen Verhandlungstag sagten vier Polizistinnen aus. Eine von ihnen war am 14. Oktober am Fundort im Einsatz, nachdem die Angeklagte Gina H. angegeben haben soll, die Leiche des Jungen zufällig bei einem Spaziergang mit einer Freundin entdeckt zu haben.

Die Beamtin schilderte vor Gericht, wie sie gemeinsam mit einem Kollegen zum Fundort gerufen wurde. Gina H. habe ihnen den Weg zu einem Tümpel gezeigt. Dort entdeckte die Polizistin die verbrannte Kinderleiche. Während ihrer Aussage brach die Beamtin in Tränen aus, stockte und konnte zeitweise nicht weitersprechen. Sie erklärte, dass sie dieser Einsatz bis heute stark belaste. Es sei eine äußerst herausfordernde und traumatische Situation gewesen.

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Besonders irritiert habe sie nach eigener Aussage das Verhalten der Angeklagten. Gina H. habe zwar gesagt, sie brauche dringend psychologische Unterstützung oder einen Seelsorger. Gleichzeitig habe sie auf die Polizistin jedoch nicht erschüttert gewirkt. Vielmehr habe sie den Eindruck gemacht, als habe sie ihre Antworten bereits vorbereitet. Die Beamtin sagte sinngemäß, in diesem Moment hätten eher die Einsatzkräfte seelsorgerische Unterstützung gebraucht.

Auch eine weitere Polizistin berichtete von auffälligen Erkenntnissen. Sie hatte das Handy von Matthias R., dem Vater von Fabian, ausgewertet und dabei auch die Kommunikation zwischen ihm und Gina H. geprüft. Nach ihrer Aussage habe Gina H. den Vater am 10. Oktober, als dieser über Fabians Verschwinden informiert wurde, mit Nachrichten regelrecht „bombardiert“.

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Dabei sei aus Sicht der Ermittlerin kaum Verständnis für die Situation des Vaters erkennbar gewesen. Vielmehr habe sich die Kommunikation vor allem um Gina H. selbst und ihre eigenen Probleme gedreht – selbst zu einem Zeitpunkt, als Fabian bereits offiziell als vermisst galt.

Die Aussagen der Polizistinnen könnten für das Gericht wichtig sein, weil sie nicht nur den Fundort, sondern auch das Verhalten der Angeklagten nach Fabians Verschwinden näher beleuchten.